Naturphänomen: Der Wiesensee ist wieder da

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(Foto: Hörmandinger)
Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 16.05.2021 18:48 Uhr

EBENSEE. Wandern, verweilen und staunen über das Naturschauspiel „Wiesensee“, so lautet derzeit die Devise in der Salinengemeinde Ebensee.

Ein Naturschauspiel, welches als Phänomen anmutet, zeigt sich alljährlich im Frühling nahe dem Mittereckerstüberl am Fuße des Hochkogels. Wie von Zauberhand gelenkt, entsteht, oft über Nacht ein See,- von Einheimischen „Wiesensee“ genannt, mit einer Größe von rund zwei Hektar, welche von Jahr zu Jahr variiert. Der See hat eine Wassertiefe von bis zu drei Metern. Nach wenigen Tagen verschwindet der Wiesensee dann wieder, und zwar auf dieselbe geheimnisvolle Art und Weise, wie er entstanden ist.

 Auch heuer wieder ist es ein beeindruckender Anblick, Wald und Wiesen im glasklaren Wasser zu beobachten. Zahlreiche Wanderfreunde „pilgern“ daher in diesen Tagen zum Wiesensee im Hochkogelgebiet.

„Dieser See ist ein einzigartiges Naturphänomen. Der Wiesensee begleitet mich mein ganzes Leben lang. Die Begeisterung der Besucher, wenn diese staunend am Ufer dieses “Zaubersees„ stehen, ist faszinierend!“ Geologen haben eine Erklärung für den Wiesensee. Sie sprechen von einem sogenannten 'Toteisloch'. Ablagerungen am Ende der Eiszeit haben eine abgeschlossene Hohlform gebildet, ähnlich einer dichten Wanne. Zur Zeit der Schneeschmelze auf den umliegenden Bergen ist der Wasserzufluss größer als die eingeengten  Erosionsrinnen, die als Abfluss dienen. So entsteht alljährlich der Wiesensee beim Mittereckerstüberl„, erzählt Erwin Zeppetzauer, ehemaliger Obmann der Naturfreunde Ebensee.

Größe des Sees variiert

Der einzigartige See ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich groß. Geht die Schneeschmelze langsam vor sich, ist der Wiesensee kleiner oder überhaupt nicht zu sehen. Heuer, wo die Schmelzwassermenge nach den enormen Schneefällen des Winters sehr groß ist, zeigt sich das Naturschauspiel in XXL-Größe. Viele, vorwiegend einheimische Wanderer, steigen jetzt zum Mittereckerstüberl auf, um einen Blick auf den geheimnisvollen Wiesensee zu werfen.

Wer dieses besondere Naturschauspiel ebenfalls erleben möchte, sollte sich beeilen, denn zumeist nach wenigen Tagen verschwindet der Schmelzwassersee und  im Niederen Mitterecker treten wieder blühende Wiesen und unberührter Waldboden in Erscheinung. 

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