Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK GMUNDEN. Je eine Hälfte der rund 38.800 im Bezirk Beschäftigten verdiente im Jahr 2013 mehr bzw. weniger als 2013 Euro brutto pro Monat (OÖ: 2094 Euro). Damit liegt Gmunden auf Platz neun unter den 18 oberösterreichischen Bezirken.
 

AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer bei der Firma Wuppermann in Altmünster Foto: AK
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer bei der Firma Wuppermann in Altmünster Foto: AK

Wertet man Frauen und Männer getrennt aus, liegt das mittlere Einkommen für die Frauen bei 1419 Euro brutto (Platz 9), für die Männer bei 2464 Euro (Platz 5). Der Einkommensunterschied lag damit bei 42,4 Prozent – leicht über dem Wert für ganz Oberösterreich.Auch bei Vollzeit große EinkommensunterschiedeVergleicht man nur die Vollzeitbeschäftigten, so verdienten Männer mit Wohnort im Bezirk Gmunden im Jahr 2013 durchschnittlich 47.430 Euro, Frauen 34.580 Euro. Damit erhielten Frauen um 27,1 Prozent weniger als Männer. In ganz Oberösterreich beträgt der Unterschied 26,9 Prozent. Insgesamt stiegt das mittlere Lohn- bzw. Gehaltseinkommen in Gmunden von 2012 bis 2013 um 1,7 Prozent an, landesweit betrug das Plus 2,8 Prozent.Sieben Prozent mehr ArbeitsloseIm Bezirk Gmunden waren im Durchschnitt des vergangenen Jahres 2226 Menschen arbeitslos, um sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote betrug 2014 in Gmunden 5,2 Prozent (OÖ: 5,7 Prozent). Auf eine offene Stelle kamen durchschnittlich 6,4 arbeitslose Personen. Im Jahresdurchschnitt waren 2857 Personen arbeitsu-chend gemeldet. Neben den offiziellen Arbeitslosen gab es 603 Schulungsteilnehmer und 28 Lehrstellensuchende. Damit ist die Zahl der Arbeitsuchenden innerhalb eines Jahres um 16 Prozent gestiegen.Besonders problematisch ist die Situation von besonders jungen sowie von älteren Arbeitsuchenden: Den unter 25-Jährigen fällt es immer schwerer, in den Arbeitsmarkt hineinzukommen: Im Bezirk waren im vergangenen Jahr 376 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos. Demgegenüber steht die wachsende Gruppe der arbeitslosen Personen über 50 Jahren – dies betraf im Vorjahr 596 Personen im Bezirk.Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit setzenAK-Präsident Dr. Johann Kalliauer betont die Bedeutung zielgerichteter Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit: „Das größte Problem im Bezirk Gmunden ist der hohe Anteil älterer Personen an den Arbeitslosen – der höchste in ganz Oberösterreich. Um ihre Arbeitsmarktchancen zu erhöhen, ist das Bonus-Malus-System ganz wichtig. Um die Arbeitslosigkeit generell zu bekämpfen, fordern wir seit längerem ein Konjunkturbelebungsprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen und mehr Geld für die aktive Arbeitsmarktpolitik.“„Arbeit fair teilen und schaffen“Die Arbeiterkammer fordert die Anhebung aller KV-Mindestlöhne und -gehälter auf 1500 Euro, gleicher Lohn für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit für Frauen und Männer, faire Lohn- und Gehaltserhöhungen zur Stärkung der Kaufkraft, korrekte Einstufungen laut Kollektivvertrag, korrekte Bezahlung der Über- und Mehrarbeitsstunden. Zudem tritt sie für eine Informationspflicht bei Unterbezahlung ein – wenn eine solche etwa durch Gebietskrankenkasse oder Finanzamt festgestellt wird – sowie für eine Abschaffung kurzer Verfallsfristen in diesem Bereich. Verstärkte Kontrollen sollen die Umsetzung des Lohn- und Sozialdumping-Gesetzes sicherstellen.Unter dem Motto „Arbeit fair teilen und schaffen“ will die Arbeiterkammer durch kürzere Vollarbeitszeit, weniger Überstunden und einen Ausgleich bei Lohn und Personal die vorhandene Arbeit fair verteilen und neue, dauerhafte und gute Arbeitsplätze schaffen.Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffenMit einem Konjunkturbelebungsprogramm sollen die Wirtschaft angekurbelt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Neben Investitionen in den öffentlichen Verkehr und einem sozialen Wohnbauprogramm ist insbesondere der Ausbau von Bildungs-, Kinderbetreuungs- und Pflegeinfrastruktur besonders sinnvoll. Der Effekt ist dreifach: Mehr Arbeitsplätze durch Investitionen, eine verbesserte Ausbildungssituation für Kinder und Jugendliche und mehr Angebote in der Pflege.Eine weitere Forderung der Arbeiterkammer: keine weiteren Kürzungen im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik: Diese senkt die Arbeitslosigkeit, verbessert das Qualifikationsniveau und erhöht die Chancengleichheit.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden