Start beim härtesten Radrennen Europas für eine Benefiz-Aktion

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Helmuth Wimmer Helmuth Wimmer, Tips Redaktion, 26.03.2014 16:08 Uhr


GRIESKIRCHEN. Das Race Around Austria (RAA) gilt als des härteste Radrennen Europas. Der Grieskirchner Gabriel Povacz wird heuer erstmals daran teilnehmen und das Rennen unter den Aspekt der guten Sache stellen. Er sammelt bei dem Rennen Spenden für den gemeinnützigen Verein Childrenplanet, bei dem er Vorstandsmitglied ist.

Das RAA führt über grenznahe Straßen einmal rund um Österreich. Vor Povacz liegen über 2.200 Kilometer und rund 30.000 Höhenmeter. Es gibt keine Etappen. Die Zeit läuft nonstop und Pausen gehen zulasten der Fahrer. Diese schlafen pro Tag im Normalfall zwischen 60 und 90 Minuten, wobei die erste Nacht fast immer durchgefahren wird.  Die maximale, vorgegebene Zeit für die Österreich-Umrundung beträgt fünf Tage und 12 Stunden. Start ist am 13. August in St. Georgen im Attergau. Povacz war schon zweimal in seiner Funktion als Physiotherapeut beim Race Around America für Gerhard Gulewicz dabei und als „Official“ beim RAA. Letztes Jahr fasste er den Entschluss, beim RAA auch als Fahrer teilzunehmen. „Ich trainiere dafür seit letzten August intensiv“, erklärt er. Für seine einjährige Vorbereitung hat er seine Arbeitszeiten reduziert und seine Ernährung umgestellt. „Es gibt keinen Alkohol und kein Fortgehen“, so Povacz: „Das ganze Leben ist ein Jahr lang auf das Rennen ausgelegt.“ Der Grieskirchner trainiert sechsmal in der Woche. Starten wird er als Benefizfahrer für „Childrenplanet“. Der Verein fördert und entwickelt humanitäre Projekte im Bereich Bildung, Gesundheitswesen, Trinkwasser und Landwirtschaft in der Region Stung Treng in Kambodscha. „Mit unseren Projekten wollen wir den Lebensstandard besonders der armen Familien und deren Kinder, die auf dem Land leben, nachhaltig verbessern und zur Entwicklung des ländlichen Raumes rund um unseren Einsatzort Stung Treng beitragen“, erklärt Christian Gsöllradl-Samhaber, der Geschäftsführer des Vereins. „Da mir das Projekt in Kambodscha sehr am Herzen liegt und ich ein begeisterter Sportler bin, habe ich beschlossen, diese zwei Interessen zu verbinden: So veruche ich durch diese Teilnahme am härtesten Radrennen Europas, finanzielle Mitteln zu sammeln, um die essentielle Arbeit in Kambodscha weiterentwickeln zu können“, betont Povacz. Interessenten haben die Möglichkeit, einzelne Streckenabschnitte oder Höhenmeter symbolisch mittels einer Spende zu erwerben. Das so gesammelte Geld geht an das Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche in Nordost-Kambodscha. „Jeder Euro ist wertvoll“, bemerkt der Extremsportler. Sponsoren sind auch wichtig, um das ganze Projekt abzuwickeln. Einige hochkarätige Unternehmen sind bereits „mit im Boot“. Povacz steht ein achtköpfiges Team beim Rennen zur Seite. Dem Betreuerstab gehören ein Arzt, Physiotherapeut, Techniker, Mentalchoach und ein Fahrer an. Alle führen ihre Funktionen ehenamtlich durch. Derzeit befindet sich Povacz auf einem einwöchigen Trainingslager in Istrien. Spendeninfo: Christian Gsöllradl-Samhaber, christian.samhaber@childrenplanet, Tel. 0660/7686433, www.childrenplanet.at
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