Martin Gollner: „Der Wahlkampf in Peuerbach ist gestartet“

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Sabrina Lang Sabrina Lang, Tips Redaktion, 28.07.2020 19:41 Uhr

PEUERBACH. Zuerst Bürgermeister von Peuerbach und dann der Einzug in den Landtag - so ähnlich könnte man die Karrierepläne von Gemeindearzt Martin Gollner beschreiben.

Tips: Vor zwei Jahren haben Sie die Bürgerliste Peuerbach gegründet - heute ist diese Teil der Vereinigung Bürgerlisten Oberösterreich, bei der auch sie federführend mitgewirkt haben. Bitte ziehen Sie eine Bilanz.

Martin Gollner: Wir haben es schon weit gebracht, haben 20 Bürgerlisten als Mitglieder und vertreten 77 Gemeinderäte in Oberösterreich. Wir wollen kein Parteiprogramm, möchten aber Richtungen und Antworten geben. Ich denke da zum Beispiel an ein Verkehrskonzept für Linz-Stadt oder an neue Radwege in Gmunden. Auch der soziale Gedanke wird immer wichtiger, wir wollen daher auch eine soziale Vertretung sein. Unser Motto lautet: frei, konservativ und sozial.

Tips: In der Vergangenheit liebäugelten Sie auch schon immer mit einem Wahlantritt der Bürgerlisten-Vereinigung bei der Landtagswahl. Ist ein Antreten schon fix?

Gollner: Ja, weil es unter den Vertretern der Bürgerlisten einen Beschluss gegeben hat, der bis auf eine Enthaltung einstimmig für ein Antreten war. Voraussetzung ist allerdings, dass wir 400 Unterstützungserklärungen, also 80 in jedem Wahlkreis sammeln. Außerdem sind wir noch nicht in den Umfragen zur Wahl drinnen, das ist ebenfalls unser Wunsch das zu ändern. Wir wollen unsere gelbe Parteifarbe bei den Umfragen dabei haben, da wir sonst nicht wahrgenommen werden.

Tips: Wollen Sie Landeshauptmann werden?

Gollner: Nein, natürlich nicht.Unser Antreten zeigt nur, dass ich den Mut habe Dinge, die der Landeshauptmann beschließt in Frage zu stellen. Außerdem steht unser Spitzenkandidat noch nicht fest, denn wir haben vor noch viele mögliche Spitzenkandidaten zu finden, die es uns leichter ermöglichen die vier Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag zu schaffen.

Tips: Was wollen Sie durch den Antritt der Bürgerlisten Oberösterreich bei der Landtagswahl erreichen?

Gollner: Oft sieht man bei den Bürgerlisten, dass sie viele Informationen nicht bekommen und es für sie bei Projekten nicht reicht sich durchzusetzen. Hier merkt man, dass die gemeinsame Stärke fehlt, das wollen wir ändern.

Tips: Vor zwei Jahren waren Sie einer von fünf Bürgermeisterkandidaten, die sich in Peuerbach der Wahl stellten. Wird es auch 2021 einen Bürgermeisterkandidat Martin Gollner geben?

Gollner: Ja, den wird es geben. Wenn es wieder viele Kandidaten gibt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Stichwahl hoch. Dadurch, dass ich mit der Bürgerliste Peuerbach nachweislich korrekte, bestimmte und transparente Politik gemacht habe und dadurch, dass ich trotz nur einem Mandat viel erreicht habe, ist es dieses Mal möglich, dass ich in die Stichwahl komme. Mit heutigem Tag starten wir den Wahlkampf in Peuerbach.

Tips: Sie stehen für transparente Politik, haben aber in der jüngsten Gemeinderatssitzung gegen die Veröffentlichung der Gemeinderatsprotokolle auf der Homepage gestimmt - wie passt das zusammen?

Gollner: Seit ich Politiker bin, sind mir Protokolle sehr wichtig. Online-Protokolle haben den Nachteil, dass man genau schauen muss, was den Datenschutz betrifft. Nach der nächsten Sitzung, wo das Protokoll beschlossen wurde, kann jeder Gemeinderat diese weiterleiten. Mir ist lieber, dass die Informationen wirklich der erhält, der ein echtes Interesse hat.

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