Das Geheimnis der Glasmalerin

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David Winkler-Ebner David Winkler-Ebner, Tips Redaktion, 06.11.2019 10:01 Uhr

SCHLIERBACH. Margret Bilger zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen des Landes. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich Melchior Frommel mit ihrem Werk. Nun veröffentlicht er einen Band, der eine bisher unbekannte Seite ihres Schaffens beleuchtet.

1. August 1960. Das Datum ist Melchior Frommel unvergesslich. Es war der Tag, an dem er im Bus von Wels kommend zum ersten Mal die Dornleiten hinunterfuhr, auf seinem Weg nach Schlierbach. Dort traf er auf die Künstlerin Margret Bilger, die seit den frühen Fünfzigern in der hiesigen Glasmalerei tätig war.

Befreundete Familien

Die Familien Frommel und Bilger waren befreundet. Als Margrets Vater Ferdinand, ein Historiker, 1907 an die Universität Heidelberg kam, lernte er den Theologen Otto Frommel kennen, Melchiors Großvater. Melchior wurde Künstler wie Margret. 1957 begann er ein Studium an der Kunstakademie in München. Mit der damaligen Gegenwartskunst wusste er allerdings wenig anzufangen. Er, der mit Tizian und Rembrandt aufgewachsen war, verspürte Unbehagen bei Namen wie Georges Mathieu und Pierre Tal-Coat.

Praktikum in Schlierbach

Er begab sich auf die Suche nach Kunst, die ihm zugänglich war und fand sie in den Werken Margret Bilgers. Er schrieb ihr und sie lud ihn nach Schlierbach, wo er in den Semesterferien als ihr Schüler und Assistent arbeitete. Es entstand eine Verbindung, die ein Leben lang hielt – und darüber hinaus. Seit Margret Bilgers Tod im Jahr 1971 ist Melchior Frommel ihr Nachlassverwalter.

Entdeckung im Nachlass

Vor einigen Jahren entdeckte er dabei eine Vielzahl von Gedichten, keines davon hatte Margret Bilger je veröffentlicht.Dies hat Melchior Frommel nachgeholt. Im Herbst erscheint der Band „Margret Bilger in Wort und Bild“ im Verlag „Bibliothek der Provinz“. Enthalten ist darin neben einigen Briefen und einem Überblick über ihr bildnerisches Werk eine Auswahl von 67 Gedichten. Interessant an diesen ist laut Frommel der starke Selbstbezug der Verfasserin. Sie, die in ihren Bildern nie sich selbst zeigte, gibt in ihren Gedichten sehr viel von sich preis. Präsentiert wird der Band am 5. Dezember um 19 Uhr in der Glasmalerei Stift Schlierbach.

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