Helmut Schlader bietet Kaviar von eigenen Stören

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Helmut Schlader beschäftigt sich mit der Aufzucht von Stören. * Foto: Alpenkaviar
Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 12.09.2014 08:00 Uhr

KLAUS. In kristallklarem Wasser am Rande des Nationalparks Kalkalpen schwimmen die sibirischen Störe von Helmut Schlader. Seit einem Jahr entnimmt er den Fischen ihre Eier und verkauft sie als Alpenkaviar.

Auf dem Bauernhof seiner Eltern in Klaus groß geworden, angelte Helmut Schlader bereits als kleiner Junge am nahegelegenen Stausee. Seine erste Begegnung mit Stören und Kaviar hatte er während eines Aufenthaltes in Rumänien. Sofort war er vom feinen Geschmack des Störes angetan. Im Bewusstsein, dass diese Fische aus der Donau und Wolga immer rarer werden, hatte der 38-Jährige die Idee, Störe nach Oberösterreich zu holen. Obwohl vor allem Russen und Perser einen großen Bezug zu Kaviar haben, da sie mit dem Produkt aufwachsen, ist Helmut Schlader davon überzeugt, dass auch Österreicher Kaviar-Esser sind.  

100 Störe in vier Becken  

Der studierte Betriebswirt war über zehn Jahre lang als Manager einer großen Lebensmittelkette im Ausland unterwegs. Vor einem Jahr zog es ihn wieder in seine Heimat. Seitdem widmet er sich der Aufzucht von Stören und wird dabei von seiner Familie tatkräftig unterstützt. In vier Becken schwimmt rund eine Tonne dieser Fische, das entspricht zirka 100 Stück.  

Delikatesse Kaviar  

Der Stör benötigt zirka acht Jahre, um seine begehrten Eier zu produzieren. Deshalb ist Kaviar auch ein eher teures Produkt. Für den Alpenkaviar von Helmut Schlader bezahlt man 1,2 Euro pro Gramm. Im November 2013 hat Schlader seinen ersten Kaviar verkauft. Seit Anfang April ist er selbständig und beliefert bereits einige Feinkost- und Delikatesseläden in Wien, Graz und Linz. Schlader entnimmt den Kaviar in Handarbeit. Anstatt die Fischeier zu pasteurisieren, werden sie nur mild gesalzen und unter Vakuum verpackt. „So ist das Produkt zwar nur zwei Monate haltbar, schmeckt aber knackiger“, erklärt Schlader. Ab November beginnt er wieder seinen Alpenkaviar zu entnehmen.  

Pläne für die Zukunft  

Helmut Schlader baut im Moment Schlachträume. Auch ein Verkaufsraum soll errichtet werden. Der Klauser möchte in Zukunft einmal in der Woche geräucherten Stör und Kaviar ab Hof verkaufen. „Ich bin zuversichtlich, dass das Angebot gut laufen wird“, so der Unternehmer.

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