Die Mobilitätswende, die bald bei den Bürgern ankommen soll

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Jakob Weiermair, Leserartikel, 22.03.2017 12:05 Uhr

KREMSMÜNSER/OÖ. E-Mobilität, Erdgas, Car-Sharing, autonomes Fahren – die Mobilitätswende hat viele Facetten und sickert derzeit langsam in den Alltag der Menschen ein. An den großen Stellschrauben muss für eine echte Wende aber noch gedreht werden, sind sich auch die Mit-Veranstalter der Mobilitätsmesse in Kremsmünster sicher.

Christian Wolbring und Erich Sturmair, die gemeinsam in der Beratungs- und Service-Agentur „Expert-Force“ zusammenarbeiten, möchten mit der Mobilitätsmesse am 31. März das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Wende schaffen, die – da sind sie sich sicher – in den nächsten Jahren auch in der Breite der Bevölkerung ankommen wird.

„Wir bemerken, dass sich die Zeiten ändern, nur realisieren es die Leute noch nicht. Um hier etwas nachzuhelfen, kam uns die Idee einer Mobilitätsmesse“, erklärt Unternehmensberater Sturmair.

Klare Vorteile

Von den Vorteilen der neuen Mobilitätsformen – vor allem von der E-Mobilität, aber auch etwa vom autonomen Fahren – sind Sturmair und Wolbring überzeugt. Wolbring ist in der Region auch als treibende Kraft in der Leader- und Energiemodellregion Traun4tler Alpenvorland bekannt. „Wer einmal den Fahrgenuss und die Effizienz von E-Autos ausprobiert hat, ist schnell für diese neue Form der Mobilität gewonnen“, betont der gelernte Sicherheitsingenieur.

Eine Wende, die auf sich warten lässt

Dass Verbrennungsmotoren im Vergleich zu E-Motoren sehr energie- und ressourcenintensiv sind, steht außer Streit. Von den technischen Ausgangsbedingungen müsste die Sache also recht klar sein: die höher entwickelte Technologie löst die bisherige ab. Doch derzeit ist der große Durchbruch der E-Mobilität noch nicht zu verzeichnen. Zwar stieg laut Statistik Austria der E-Car-Anteil an den Neuzulassungen in Österreich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr von 0,5 Prozent auf 1,2 Prozent – von einer Aufholjagd auf Verbrennungsmotoren kann man aber wohl noch nicht sprechen.

Laut Wolbring und Sturmair ein bedauerliches Faktum, das mehrere Gründe habe. „Zum einen gibt es noch die Vorteile bei Steuern und Abgaben für konventionelle Antriebsarten und Tankinfrastruktur. Auch die Netzgebühren für Stromtankstellen sind hier ein wichtiger Hemmschuh. Die Staaten und die Erdölindustrie haben andererseits natürlich wenig Interesse auf ihre Steuereinnahmen beziehungsweise auf die Einnahmen aus der Treibstoffwirtschaft zu verzichten“, so Wolbring. Im Kleinen werde schon viel getan, gerade auch in der Region – nur bei den „Big-Playern“ werde die Mobilitätswende noch etwas verzögert.

Frage der Zeit

Für die beiden Experten spricht alles für die neuen Technologien und wenig bis nichts gegen sie. Der häufig kritisierte Punkt der geringen Reichweite gehe ins Leere, da mittlere Distanzen gut bewältigbar seien und man analog zu den Verbrennungsmotoren eben mit (E-)Tankstellen arbeiten müsse. Auch bei den Anschaffungskosten werde sich bald etwas tun, sind die Experten überzeugt – die sich auch sicher sind, dass das autonome Fahren gleichzeitig mit dem Durchbruch der E-Mobilität groß werden wird.

Um die Bedeutung der neuen Mobilitätsformen zu unterstreichen, hat man in Kremsmünster jedenfalls die Mobilitätmesse mit der Eröffnung des neuen Marktplatzes gekoppelt: Am Freitag, 31. März, ab 14 ist es soweit.

Mobilitätsmesse „Anders vorwärts“

Fr., 31. März, ab 14 Uhr

Marktplatz, Kremsmünster

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