Tag der Familie: 70 Jahre Familienhilfe der Caritas OÖ

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Anne Imbery (links), Leiterin der mobilen Familiendienste der Caritas OÖ, informiert über die Tätigkeit der Familienhilfe - auf dem Bild mit den Gebietsleiterinnen Karin Schatzl, Ilse Lassl, Claudia Meier und Andrea Pointhuber (von links). (Foto: Caritas OÖ)
Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 15.05.2021 10:15 Uhr

LINZ/OÖ. Am Samstag, 15. Mai, ist Internationaler Tag der Familie. Anlässlich dazu weist die Caritas OÖ auf das Angebot der Familienhilfe hin, das in schwierigen Zeiten unterstützen soll. 200 Helferinnen begleiten oberösterreichweit bis zu 1.300 Familien.

Vor 70 Jahren holte die Caritas OÖ die Idee der Familienhilfe von den Niederlanden nach Oberösterreich. Während mit zwei Mitarbeiterinnen begonnen wurde, begleiten heute etwa 200 Familienhelferinnen in Oberösterreich bis zu 1.300 Familien jährlich. Grundauftrag sei es, für Familien da zu sein, wenn diese Unterstützung in schwierigen Situation benötigen.

Betreuung von Haushalt und Kindern

Familienhelferinnen betreuen Kinder und versorgen den Haushalt. Zu Beginn wurden sie noch „Schwestern“ genannt und waren mit weißen Häubchen ausgestattet. Ihre Mobilität war beschwerlich. Sie hätten oft stundenlang mit Bahn und Bus fahren müssen oder lange Fußmärsche gehabt, bis sie ihre Einsatzfamilien erreichten, berichtet die Caritas. Bei den Familien sei daher häufig übernachtet worden. „In den 50er und 60er- Jahren war es für die Familienhelferinnen eine große Herausforderung, die kinderreichen Familien satt zu bekommen“, sagt Anne Imbery, Leiterin der Mobilen Familiendienste der Caritas OÖ. Heute sind die Caritas-Mitarbeiterinnen mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Großeltern sind im Regelfall noch berufstätig und wohnen nicht unbedingt im gleichen Ort, häufig sind auch beide Elternteile berufstätig und Mütter kehren früh wieder in ihren Beruf zurück. Zudem sind einige Frauen alleinerziehend.

Kritische Lebenssituationen wie Burnout und Depressionen

Akute Erkrankungen, Unfälle oder schwere chronische Krankheiten von Elternteilen oder Kindern könnten unter diesen Voraussetzungen nicht mehr ausschließlich in der Familie bewältigt werden. „In manchen kritischen Lebenssituationen ist es außerdem für die Entwicklung der Kinder wichtig, dass sie gerade dann im familiären Umfeld aufgefangen und begleitet werden“, weiß Imbery. Dazu zählen etwa Situationen aufgrund von Burnout und Depressionen. Für solche Fälle hat die Caritas OÖ vor 30 Jahren die Langzeithilfe für Familienhilfe gegründet. Heute gebe es für jeden Bezirk eine regionale Ansprechpartnerin, sagt die Leiterin der Caritas Familienhilfe. Bei der Langzeithilfe wird unterstützt, das Familiensystem neu zu formieren und neue Verhaltensmuster zu festigen beziehungsweise Veränderungen herbeizuführen.

Ein Meilenstein sei laut Caritas zudem die Anerkennung der Dienstleistung vom Land Oberösterreich als Aufgabe des Sozialstaates im Jahr 1973 gewesen. Seither finanziert die öffentliche Hand einen Teil der Kosten, Familien leisten sozial gestaffelte Beiträge. Seit Jahresbeginn fallen in den ersten 21 Stunden fünf Euro pro Stunde für Familien an.

Vorlesebuch zum Jubiläum

Zum 70-jährigen Jubiläum der Familienhilfe haben Caritas-Mitarbeiterinnen und Ehrenamtliche ein Vorlesebuch gestaltet. Dieses soll in schwierigen Situationen für ein wenig Leichtigkeit sorgen und kann ab Juni gegen eine Spende für die Mobilen Familiendienste erhalten werden.

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