Wie das autonome Fahren künftig die Kfz-Versicherungen verändert

Romana Schibany Romana Schibany, Tips Redaktion, 16.04.2019 09:45 Uhr

LINZ. Der Autofahrer lässt sich von seinem Auto vollautomatisch durch die Gegend fahren, plötzlich passiert ein Unfall. Wer haftet und zahlt? Und braucht man beim autonomen Fahren überhaupt noch eine Kfz-Versicherung? In Linz wurde über aktuelle Fragen wie diese an der JKU diskutiert.

Für Josef Stockinger, Vorstandsvorsitzender der Oberösterreichischen Versicherung und Vorsitzender des gastgebenden Instituts für Versicherungswirtschaft, haftet bei einem Unglück weiter der Fahrzeughalter: „Die Kfz-Haftpflichtversicherung bleibt unverzichtbar.“ Eine sinkende Zahl von Unfallschäden werde zu geringeren Versicherungsprämien führen, obwohl die Reparaturen teurer werden. Neue Risiken ergeben sich auch durch den Ausfall von Fahrersystemen.

Für Dieter Pscheidl von der Vienna Insurance Group gibt es Entwicklungsbedarf bei den Produkthaftungsregeln, sie stammen aus dem Jahr 1985 und wurden seither nicht aktualisiert. Unklar ist zum Beispiel, ob die Steuerungssoftware ein Produkt ist. Dieser Aspekt wiederum wäre wichtig zur Klärung von Regressforderungen. Othmar Thann, Obmann des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, sieht im automatisierten Fahren großes Potential für einen unfallfreien Straßenverkehr.

„Es ist noch ein weiter Weg“

Für Magna-Europe-Chef Günther Apfalter ist das Thema „vollautonomes Fahren“ sehr „gehypt“. „Es ist noch ein weiter Weg bis zur höchsten Stufe.“ (Level 5, Anm.) Apfalter weiter: „Vollautomatisiertes Fahren, bei dem der Lenker gar nichts mehr machen muss, wird nur in einem abgegrenzten Bereich ohne andere Verkehrsteilnehmer möglich sein.“

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