Seit 20 Jahren Kapitän auf der „Ennsegg“

Margarete Frühwirth Margarete Frühwirth, Tips Redaktion, 25.06.2014 07:00 Uhr

Für Radfahrer und Spaziergänger gibt es seit zwei Jahrzehnten mittels einer Fähre eine entspannende Möglichkeit, überzusetzen. Das Jubiläum der Donaufähre wird am 12. Juli mit einem Fest auf beiden Seiten der Donau gefeiert.

MAUTHAUSEN. Vor dem Ausbau des Straßen- und Wegenetzes und damit der Brücken über die Donau kam den Fähren besondere Wichtigkeit zu. Bei Mauthausen führte einst eine Rollfähre nach Enns, diese wurde im Jänner 1962 durch eine mittlerweile sehr stark frequentierte Brücke ersetzt. Die von den Tourismusverbänden Enns und Mauthausen installierte Fähre „Ennsegg“ bietet Platz für 12 Personen mit Fahrrädern und bringt diese von Mai bis August sicher über die Donau. Im Kreis der ehrenamtlich tätigen Fährleute nimmt Alois Lengauer eine besondere Stellung ein. Er ist als einziger noch aktiver Fährmann von Anfang an mit dabei und steuert die „Ennsegg“ nach wie vor mit Begeisterung. Der Donaustrom ist für den gebürtigen Mauthausener und Schulwart des BORG Perg ein ganz besonderer Fluss. Selbstverständlich hat er ihn auch einige Male durchschwommen. „Das letzte Mal vor fünf Jahren. Damals wollte ich es noch einmal wissen, ob ich es schaffe. Die Donau ist mein Lebensfluss.“Mit 24 Jahren jüngster Kapitän Lengauer heuerte nach der Pflichtschule bei der Donaudampfschifffahrtsgesellschaft an und begann eine Lehre als Schiffsjunge. „Durch Willi Breitenfellner, den damaligen Strommeister – heute heißt es Schifffahrtspolizist – bin ich auf diese Idee gekommen, “ erzählt er. Nach Abschluss seiner Ausbildung kletterte er sehr rasch die Karriereleiter hinauf, bis er schließlich mit 24 Jahren als jüngster Kapitän auf der Donau Schiffe jeder Art und Größe stromauf und -abwärts manövrierte. In seinem letzten Kapitänsjahr – Alois Lengauer quittierte seinen Dienst bei der DDSG kurz vor deren Verkauf - traten die Tourismusverbände an ihn heran, um ihn als Fährmann zu gewinnen.  Er zögerte nicht und ist seither leidenschaftlicher Fährmann. Erlebnis für Passagiere„Ich überquere die Donau mit der Fähre immer langsam, damit die Menschen auch was davon haben. Es soll für sie ein Erlebnis sein. Ich habe dabei viele interessante Begegnungen gemacht. Was mich besonders freut, sind die Überfuhren mit einer Gruppe von Ennser Pensionisten. Sie sind fast alle über 80 Jahre alt und kommen, wenn sie wissen, dass ich fahre. Sie sind gute Freunde geworden.“ Die „Ennsegg“ wird von Einheimischen und internationalen Gästen des Donauradweges genutzt. Fahrplan braucht es keinen: Sobald jemand bei der Anlegestation wartet, wird gefahren. Das Motorschiff wird derzeit von elf Kapitänen, die jeweils elf Stunden Dienst machen, gesteuert. „Wir sind nicht nur Fährmänner, sondern auch Freunde, die sich zu regelmäßigen Dienstbesprechungen treffen und die bei der Instandsetzung, Einwinterung und Einwasserung der Fähre anpacken. Dabei möchte ich insbesondere den Seyr Franz aus Gusen hervorheben. Er hat sich von Anfang an in vorbildlicher Weise verdient gemacht und sich erst vor kurzem mit 70 Jahren zurückgezogen, “ betont Lengauer.
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