Renaturierung: Weitere Maßnahmen schaffen mehr Raum für die Naarn
MITTERKIRCHEN/NAARN/PERG. Genau vor 47 Jahren wurde in Kaindlau die Naarn-Regulierung offiziell eröffnet. Mit dem Spatenstich wurde vergangene Woche genau hier nun auch der Startschuss für einen weiteren Renaturierungsabschnitt gegeben.

Die Naarn ist Lebensraum von Nase, Barbe und Huchen. Ökologische Durchgängigkeit sowie eine Verbesserung des ökomorphologischen Zustandes sind deshalb unbedingt notwendig, damit diese Fische ihren ursprünglichen Lebensraum wieder vollständig zurückerobern können. Die Naarn ist bislang nahezu durchgehend reguliert und weitgehend begradigt gewesen. Durch dieses Projekt im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie wird der notwendige ökologische Zustand – ein weitgehend natürlicher Gewässerzustand mit höchstens geringfügigen Beeinträchtigungen – wiederhergestellt. Vergangene Woche wurde in Kaindlau gestartet. Hier wird ein Ufer aufgeweitet, ein naturnahes Gerinne mittels Holzkästen, Wurzelstöcken und Ufergehölz geschaffen. Dadurch darf man sich auf ein attraktives Naherholungsgebiet freuen. Im Herbst wird in Perg nach den beiden bereits umgesetzten Teilstücken, zu denen auch die gerade eröffnete Hauswiesen zählt, noch ein Stück in Stadtnähe renaturiert.
„Wir müssen eine Balance zwischen intensiver Bewirtschaftung und Natur finden. Es ist schön zu sehen, dass das hier von der ganzen Region vorangetrieben wird“, so Landesrat Rudi Anschober.


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