Schweizer verliebt sich zweimal im Mühlviertel: „Sowas wie die Grünhilde suche ich seit zehn Jahren“

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Eva Mayrwöger mit dem neuen Geschäftsführer Mario Thoma Foto: mip
Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 04.06.2019 13:34 Uhr

SCHWERTBERG/TRAGWEIN. Der Liebe wegen ist der 52-jährige Mario Thoma von der Schweiz ins Mühlviertel gezogen. Im Tragweiner Regionalladen und Lokal „Grünhilde“ hat der Neo-Schwertberger gleich noch eine zweite Liebe gefunden. Seit Anfang Mai ist er als geschäftführender Gesellschafter der neue Chef des zwei Jahre jungen Betriebes.

Seit zwei Jahren gibt es die Grünhilde. Was einst ein Direktvermarkter-Laden war mit einem separaten Lokal, wurde zusammengeführt und läuft mit der Philosophie, dass jedes Produkt aus einem Umkreis von 30 Kilometern kommt, seither sehr erfolgreich. Um den Betrieb auf noch professionellere Beine stellen zu können, gibt es mit Mario Thoma einen neuen Geschäftsführer, der viel Erfahrung sowohl aus dem Einzelhandel als auch aus der Gastronomie mitbringt.

Als er von diesem Konzept gehört hat und auch, dass Verstärkung gesucht wird, hat er am 24. Dezember 2018 bei einem Aufenthalt in Oberösterreich einfach mal vorbeigeschaut. „Die Grünhilde ist ein Schmuckstück. Sowas gibt es in Oberösterreich vielleicht zwei- bis dreimal. Ich habe seit zehn Jahren genau nach so etwas gesucht, aber in der Schweiz gibt es das nicht. Da sehen die Bauern nur ihren Betrieb und reden nicht miteinander“, erklärt Thoma.

Echter Glücksfall für Grünhilde

Für Eva Mayrwöger, die Leiterin des Bauernladens und Norbert Eder war die Begegnung mit Mario Thoma, als wäre die ideale Besetzung für die Gesamtleitung einfach vom Himmel gefallen. Denn nach einer Lehre als Koch hat der Schweizer viele Jahre im Einzelhandel gearbeitet, eine umfassende Management-Ausbildung absolviert, später hat er auch in der Erlebnis-Gastronomie viel Erfahrung gesammelt. „Ich wollte mich wieder auf meine Wurzeln besinnen. Arbeit war immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Der Verdienst ist mir dabei nicht so wichtig. Es muss Freude machen,“ so der 52-Jährige.

Öffnungszeiten erweitert

Als ersten Schritt der Professionalisierung wurden in der Grünhilde die Öffnungszeiten erweitert. An sechs Tagen kann man nun einkaufen, frühstücken und einen Mittagssnack einnehmen. „Der Laden ist das Herzstück. Ich möchte, dass sich die Lieferanten noch mehr präsentieren und ihre Produkte selbst schmackhaft machen.“ Man darf auf jeden Fall gespannt sein, denn es ist zu erwarten: Thoma hat mit Grünhilde noch viel vor.

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