Pramer waren als Komparsen beim letzten Drehtag der Lindenstraße

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Brigitte Sickinger Brigitte Sickinger, Tips Redaktion, 22.01.2020 07:52 Uhr

PRAM/KÖLN. Im Dezember fiel in der beliebten Fernseh-Dauerserie „Lindenstraße“ die letzte Klappe. Bei den Dreharbeiten vor Ort dabei waren auch Beatrix Schauer und Otto Arnezeder aus Pram, die als Komparsen Bewohner der Lindenstraße spielten.

Mit dem Ende der Dreharbeiten ist aber noch längst nicht Schluss. Erst am 29. März wird im Ersten mit „Auf Wiedersehen“ nach knapp 35 Jahren die 1758. und damit letzte Folge der Serie ausgestrahlt.

Ausstrahlung im März

Die beiden Pramer werden vermutlich in der Folge, die am 15. März ausgestrahlt wird, zu sehen sein. „So eine Komparsenrolle beginnt damit, dass man nach einer Bewerbung eine Zusage erhält, an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit am Set zu sein. Man muss verschiedene Kleidung mitbringen. Die Szenen werden etwa drei Monate vor der Sendung gedreht. Also wird unsere Folge voraussichtlich am 15. März zu sehen sein, obwohl sie im Dezember gedreht wurde“, erklärt Otto Arnezeder.

Langjährige Fans

Beatrix Schauer und Otto Arnezeder waren im September 2017 erstmals als Komparsen am Set dabei. „Es war sehr beeindruckend, wie so etwas gedreht wird. Mit einfachen Mitteln ein so hohes Maß an Perfektion zu gestalten – Respekt. Wir hatten damals Spaziergänger und Gäste in einem Lokal zu spielen. Da hat jeder Mitarbeiter eine Aufgabe und während die einen die Szene abbauen, die anderen beim momentanen Dreh auf die Richtigkeit achten, arbeiten die anderen schon an der Gestaltung des nächsten Bildes. Und da wird, solange gedreht, bis alles passt. Da war dann die Mittagspause halt erst um 14 Uhr. Oder ein Nachtdreh kann schon mal bis in die Früh dauern“, erzählt Arnezeder von seinen Filmerfahrungen.

Gute Kontakte

Durch die guten Kontakte zum Besetzungsteam erhielten die beiden Pramer dann die Chance auch beim letzten Drehtag in der Außenkulisse in Köln-Bocklemünd dabei zu sein. „Es war jedenfalls wieder beeindruckend, welche Menge an Leuten hinter der Kamera für kleinste Details zuständig waren und wie perfekt die Szenen und das Drumherum ablaufen“, so Arnezeder weiter, der vor allem vom freundschaftlichen Verhalten der Schauspieler begeistert ist.

Angenehme Schauspieler

„Die Schauspieler sind sehr angenehm. Man darf sie während der Dreharbeiten nicht ansprechen – auch verständlich, bei dem erlebten Maß an Konzentration auch notwendig so. Vor und nach den Dreharbeiten hat man aber Kontakt mit ihnen und sie sind sowas von angenehm und unkompliziert. Der Darsteller des “Murat„, Erkan Gündüz, kam in der Früh zu uns und hat jeden mit Handschlag begrüßt und in der Mittagspause hat er mit uns Pizza gegessen. Das ist irgendwie familiär“, schwärmt Arnezeder und ergänzt: „Auch bei den Veranstaltungen in Köln wie etwa im WDR Funkhaus zum “Tod„ von Hans Beimer, oder 33 Jahre Lindenstraße in Düsseldorf und die Ausstellung in Berlin hat man sich ganz normal mit den Schauspielern unterhalten können und die reden mit einem wie unter Kollegen, Nachbarn usw. Das ist schon beeindruckend, wie bodenständig die trotz ihrem Bekanntheitsgrad sind“.

Anderen Komparsen

Begeistert sind die beiden Serienfans aus Pram auch vom Kontakt mit den anderen Komparsen. „Das sind Studenten, Hausfrauen, Pensionisten usw. Wir haben da sehr nette Menschen kennengelernt, was uns auch etwas bedeutet und zu denen wir noch Kontakt haben. Für die Arbeit als Komparse bekommt man auch Geld. Das ist uns aber vollkommen egal, denn so etwas erleben zu dürfen, das hat schon etwas, das ist sehr interessant“, bestätigt Beatrix Schauer.

Neue Bewerbungen

Mit dem Ende der Lindenstraße endet aber auf keinem Fall die „Komparsen-Karriere“ der Pramer. Sie sind von den Dreharbeiten so begeistert, dass sie sich bereits wieder für andere Dreharbeiten beworben haben. „Die Arbeit als Komparsen gefällt uns einfach. Wir haben uns schon wieder für solche Aufgaben beworben. Mal sehen, ob sich was ergibt“, so die Beiden.

Das Finale im März 2020

Eine der finalen Geschichten dreht sich um „Mutter Beimer“: Helga (Marie-Luise Marjan) wird Opfer eines hinterhältigen Brandanschlags und liegt schwer verletzt im Koma. In wilden Träumen wandelt sie zwischen den Welten der Lebenden und Toten. Dabei trifft sie neben ihrem Sohn Benny Beimer (Christian Kahrmann) auch ihre verstorbenen Ex-Ehemänner Hans Beimer (Joachim H. Luger) und Erich Schiller (Bill Mockridge) wieder. Und sie begegnet ihrem „Schöpfer“, gespielt von „Lindenstraße“-Erfinder Hans W. Geißendörfer. Bis zur letzten Ausstrahlung im März sind noch insgesamt 13 neue Folgen zu sehen.

„Lindenstraße“ im Museum

Zahlreiche Requisiten, Kostüme und Innenkulissen der „Lindenstraße“ werden nach dem Ende der Serie zu Ausstellungsstücken, gehen in den auch vom WDR genutzten Fundus für Film- und Theaterausstattung (FTA) oder werden für karitative Zwecke verschenkt.

Rückbau der Außenkulisse

Schon jetzt steht fest, dass beispielsweise die Küche von Helga Beimer und die Bushaltestelle Lindenstraße/Kastanienstraße ins Haus der Geschichte in Bonn wandern werden. Die Außenkulissen auf dem Produktionsgelände in Köln-Bocklemünd werden rückgebaut

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