SV Ried lässt nichts unversucht und will notfalls mit weniger Vereinen die Saison beenden

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Walter Horn Walter Horn, Tips Redaktion, 06.05.2020 14:31 Uhr

RIED. Nach dem gemeinsamen Antrag mit Austria Klagenfurt, die erste Bundesliga in der kommenden Saison auf 14 Vereine aufzustocken, legt die SV Guntamatic Ried jetzt nach. Der Verein schlägt vor, die Meisterschaft der 2. Liga mit weniger Vereinen zu beenden. 

Auch wenn der Antrag zur Aufstockung jetzt Rückenwind durch Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser bekam, der von einer attraktiveren 14er-Liga mit Traditionsvereinen wie der SVR und Austria Klagenfurt sprach: Die Chancen, dass die Liga bei der Vereinssitzung morgen (7. Mai) aufgestockt wird, sind eher gering – wer teilt einen Kuchen schon gerne durch 14, wenn's auch durch 12 geht.

Um aber auch noch eine Möglichkeit offen zu lassen, die Aufstiegsfrage sportlich zu regeln, beantragt die SVR Erleichterungen für den Spielbetrieb und die Möglichkeit für einzelne Vereine, den Bewerb sanktionslos vorzeitig zu beenden. Der Antrag wird fristgerecht für die Klubkonferenz am 12. Mai eingebracht. 

Billigere Plätze

Zum einen sollen Vereine die Möglichkeit bekommen, Geisterspiele auf anderen Plätzen als im offiziell gemeldeten Stadion zu absolvieren. Für viele Vereine wäre die Stadionmiete eine große Belastung. Ihnen sollte daher die Möglichkeit gegeben werden, auf andere, billigere Plätze auszuweichen. 

Eine Umfrage der Vereinigung der Fußballspieler (VdF), der Gewerkschaft der Spieler, habe zudem ergeben, dass viele Spieler auch bereit sind, den Vereinen beim Gehalt entgegenzukommen.

Nicht alle spielen weiter

SVR-Präsidiumsmitglied Robert Tremel: „Es ist uns bewusst, dass diese Erleichterungen nicht für alle Vereine ausreichend sein werden. Deshalb sollen laut unserem Antrag Vereine auch ohne Sanktionen aus dem Bewerb ausscheiden können. Die Meisterschaft kann dann mit weniger Vereinen – ähnlich der Meistergruppe in der tipico Bundesliga – weitergespielt werden.“ 

„Pause hätte weit reichende Folgen“

SVR-Finanzvorstand Roland Daxl denkt auch an die nächste Saison: „Fußball ist unser Vereinszweck. Auch unsere Spieler wollen die Saison auf dem Platz beenden. Wenn wir die Meisterschaft nicht weiterspielen und dann möglicherweise länger als ein halbes Jahr kein Spiel bestreiten können, hat das mit Sicherheit nicht nur negative Auswirkungen auf die Finanzen unseres Vereins, sondern auch auf die sportliche Weiterentwicklung unserer Spieler.“

Klagenfurt-Chef spricht von „positiven Signalen“

Die Gefahr, dass der TV-Rechtebesitzer Sky bei einer Änderung des Ligaformats den Vertrag kündigt (was laut Vertrag möglich wäre), scheint nicht so groß zu sein wie befürchtet. Zumindest sprach Austria Klagenfurt-Boss Tomislav Karajica im Gespräch mit der „Kleinen Zeitung“ von positiven Signalen: „Das Gespräch war sehr positiv. Wir haben mitgenommen, dass solche Befürchtungen unbegründet sind. Viel mehr ist Sky sehr daran interessiert, das Produkt noch attraktiver zu gestalten.“

Karajica ist auch überzeugt, bei der Aufteilung des Geldes eine Lösung zu finden: „Mit Vereinen wie Ried und Klagenfurt nimmt die Bundesliga an Attraktivität und Wertigkeit zu, was einem Rechteinhaber wie Sky unmittelbar hilft.“

Trainingsbeginn am 15. Mai

Eine gute Nachricht gab es aber doch: Ab 15. Mai darf auch die SV Ried wieder trainieren. Eine überfällige Entscheidung, denn wenn sich in Parks bis zu zehn Personen unter Einhaltung der Abstandsregel treffen dürfen, ist es nicht einzusehen, warum Fußballprofis ihrem Beruf nicht nachgehen dürfen. 

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