„Vor uns liegen 20 Jahre der Senioren“

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Walter Horn Walter Horn, Tips Redaktion, 12.07.2020 12:10 Uhr

RIED. Bei seinem Bezirksbesuch in Ried übergab Seniorenbund-Landesobmann Josef Pühringer den Mitarbeitern des Alten- und Pflegeheimes als Dank und Anerkennung für ihre Arbeit während der Coronakrise Geschenkkörbe des Seniorenbundes mit verschiedenen Köstlichkeiten.

Zuvor hatte der Alt-Landeshauptmann gegenüber der Presse auf die demographische Entwicklung hingewiesen. Derzeit seien etwas mehr als ein Viertel der Bevölkerung im Bezirk Ried Senioren (25,6 Prozent). In 20 Jahren wird sich ihre Zahl um fast die Hälfte erhöhen und bei mehr als einem Drittel liegen (35,7 Prozent).

Bei den Wahlberechtigten machen die Senioren schon jetzt knapp ein Drittel aus (32,9 Prozent), in 20 Jahren geht ihr Anteil auf die Hälfte zu (47,4 Prozent). Pühringers Folgerung: „Vor uns liegen die 20 Jahre der Senioren.“

Corona habe gezeigt, wie stark wir bei der Pflege von ausländischen Arbeitskräften abhängig seien. Um diese Situation zu verbessern, müssten die Pflegeberufe attraktiver werden. Pühringer: „Heime kann man bauen, Geld kann man beschaffen, aber wir brauchen die Leute.“

Digitale Kompetenz gegen Einsamkeit

Ein großes Thema sei auch die Einsamkeit: Mehr als ein Drittel der Über-65-Jährigen lebt alleine: „Das ist noch beklemmender, wenn die alten Leute keine digitale Kompetenz haben.“ Daher werde sich der Seniorenbund dafür einsetzen, den Älteren eine „digitale Mindestkompetenz“ zu vermitteln. Die „Stigmatisierung“ der Älteren als Corona-Hochrisikogruppe bezeichnet Pühringer als „nicht sehr gescheit“. Entscheidend seien die Vorerkrankungen.

Keine einheitliche Gruppe

Dass es „die Alten“ als einheitliche Gruppe nicht mehr gibt, hob SB-Landesgeschäftsführer Franz Ebner hervor. Der Seniorenbund habe Mitglieder von 60 bis 108 Jahren in drei Altersgruppen (60 bis 75 Jahre, 75 bis 85 Jahre, über 85 Jahre) mit unterschiedlichen Bedürfnissen, für die der SB verschiedene abgestimmte Angebote anbiete.

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