Spatenstich für Campusgebäude

Walter Horn Tips Redaktion Walter Horn, 14.05.2021 20:41 Uhr

RIED. An der Nordseite des Rieder Krankenhauses entsteht ein Campusgebäude, in dem es Platz für mehrere Ausbildungsgänge und für die Administration des Spitals geben wird. Nach dem Abriss des alten Gebäudes erfolgte jetzt der Spatenstich. Schon im Herbst 2022 sollen die Pflegeausbildungen im neuen Gebäude starten.

Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried besteht seit 1902 am Rieder Schlossberg. Seit mehr als 40 Jahren werden dort Pflegekräfte ausgebildet.

Enge Anbindung der Ausbildungsstätte an das Krankenhaus

„Uns ist es sehr wichtig, dass wir einen Teil unseres Pflegekräftenachwuchses selbst ausbilden können. Die enge Anbindung der Ausbildungsstätte an das Krankenhaus ist für beide Seiten von Vorteil: die Lernenden sind schon während der Ausbildungszeit in den Krankenhausbetrieb eingebunden und die Spitalsmitarbeitenden profitieren von den neuen Impulsen durch den Nachwuchs“, sagt Krankenhaus-Geschäftsführer Johann Minihuber, „Die Neuerrichtung des Campusgebäudes ist ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung unseres Schwerpunktkrankenhauses.“

„Kein anderer Beruf ist so sinnstiftend wie eine Tätigkeit im Gesundheitsbereich“

Gesundheits- und Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander sagte beim Spatenstich: „Wie wichtig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheitsberufen für eine funktionierende Gesellschaft sind, hat uns die Corona-Pandemie eindrucksvoll vor Augen geführt. Kein anderer Beruf ist so sinnstiftend wie eine Tätigkeit im Gesundheitsbereich. Um jungen Menschen das nötige Rüstzeug für diese Berufe mitzugeben, braucht es moderne Lehr- und Lernräume, die Orte der Wissensvermittlung und Erkenntnis sind.“

Ökologische Bauweise

Insgesamt umfassen die vier Geschoße des Campusgebäudes, die an der Nordseite des Krankenhausareals neu errichtet werden, eine Fläche von 6.500 Quadratmetern. Dabei werden rund neun Millionen Euro investiert.

Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass keine Grünflächen verbaut werden. Damit bleibt auch der Patientenpark weitestgehend erhalten. Im Eingangsbereich der FH für Gesundheitsberufe bzw. des Vinzentinums wird der Vorplatz einladend gestaltet.

Im vierten Quartal 2020 begann man das Bauvorhaben mit dem Abriss des Altbestandes, in dem Verwaltungsräumlichkeiten, technische Werkstätten und ein Festsaal untergebracht waren. Vom alten Gebäude verbleiben die Kellergeschoße. In diesen wird die Gebäudetechnik für den Neubau mit Lüftungszentrale und Elektroverteiler untergebracht.

Auf der Bodenplatte der Kellergeschoße werden vier Etagen neu errichtet. Die erste Etage wird aus statischen Gründen in Massivbauweise (Beton) errichtet, die weiteren drei Geschoße Holzbauweise. Der Holzbau spiegelt sich auch in der Außenfassade wieder: Hier wird Tannenholz als Verkleidung verwendet. Insgesamt wird Augenmerk darauf gelegt, wo immer es möglich ist, ökologische Baustoffe zu verwenden. Neben der Holzbauweise werden auch für die Böden des Gebäudes natürliche Rohstoffe verwendet.

Energie aus Fernwärme und Photovoltaik

Auf dem Dach des Gebäudes wird eine Photovoltaik-Anlage errichtet. Damit wird rund ein Viertel des Energiebedarfes des neuen Gebäudes selbst produziert. Die Wärmeenergie für das gesamte Krankenhaus wird derzeit von Gasheizung auf Fernwärme mittels Geothermie umgestellt. Damit ist die Beheizung des gesamten Krankenhauses zu100 Prozent auf erneuerbare Energie umgestellt.

Optimale Umgebung für die Ausbildung

„Mit dem Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege bieten wir Interessierten aus dem Innviertel die Möglichkeit eines wohnortnahen Hochschulstudiums und der Region entsprechende Gesundheitsprofis“, erläutert Bettina Schneebauer, Geschäftsführerin der FH Gesundheitsberufe OÖ. „Seitens FH und der Träger gibt es diverse Unterstützungsmöglichkeiten wie Stipendien, Stiftungen, Mensa etc. Top ausgestattete Hörsäle für Vorlesungen, flexible Raumkonzepte für interaktive Lehr- und Lernszenarien, Begegnungszonen und auch Rückzugs- und Recherche-Inseln ergänzen das selbstorganisierte Lernen und fördern Lerngruppen. Das modern ausgestattete Simulationszentrum ermöglicht darüber hinaus realistische Übungsmöglichkeiten für die optimale Praxisvorbereitung. Ziel ist es, Studierenden modernes Lernen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter modernes Arbeiten am neuen Campus zu ermöglichen.“

Das Gebäude

In Ebene 1 (Erdgeschoss) sind sämtliche Räumlichkeiten für die Lehre mit Studentinnen und Studenten bzw. Schülerinnen und Schülern untergebracht. Ein offen gestalteter Eingangsbereich, mehrere Hörsäle in unterschiedlichen Größen und Räume für den so genannten „dritten Lernort“, ein Übungs- und Simulationszentrum, werden hier untergebracht. Ebenso befinden sich im Erdgeschoß Flächen für den Austausch bzw. das Lernen in kleinen Gruppen, Aufenthaltsräume, Bibliothek, Konferenz- und Besprechungsräume.

In Ebene 2 (1. Obergeschoss) sind die Räumlichkeiten für die Direktion, die FH-Standortleitung und die Mitglieder des Lehr- und Forschungspersonals sowie die Studiengangsassistenz untergebracht. Auch in dieser Ebene ist der Allgemeinbereich sehr offen gestaltet. Somit ist auch hier in der Begegnungszone ausreichend Platz zur Kommunikation und zum Austausch.

Die administrativen Bereiche des Krankenhauses und die Technische Abteilung mit Werkstätten und Büroräumen werden ebenfalls im geplanten Neubau untergebracht, und zwar im 1. Untergeschoss (Werkstätten) bzw. im 1. und 2. Obergeschoss.

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