Mühlkreisbahn-Museum wird im Kollektiv weitergeführt - neue Mithelfer gesucht

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Martina Gahleitner Tips Redaktion Martina Gahleitner, 26.04.2016 09:55 Uhr

ROHRBACH-BERG. Ein Stück Eisenbahngeschichte wird im Mühlkreisbahnmuseum am Bahnhof Rohrbach-Berg lebendig. Vor fast 20 Jahren wurde dieses aufgebaut und seither von Karl Mitterlehner geführt. Jetzt hat Josef Blaschek gemeinsam mit vier Helfern diese Aufgabe übernommen - weitere Eisenbahnfreunde, die sich dem Team anschließen wollen, sind jederzeit willkommen.  

An die 30 Führungen werden jedes Jahr durch die Eisenbahn-Erlebniswelt unternommen. Damit auch immer wer für die Ausflügler bereit steht, hat sich rund um Josef Blaschek ein Team gebildet. „Mit dem Mühlkreisbahnmuseum geht es jetzt im Kollektiv weiter“, sagt dazu Blaschek, der selbst nicht immer im Lande ist, um Führungen zu übernehmen. „Mit ein paar Leuten geht es halt einfacher“, ist er überzeugt und sucht deshalb weitere Eisenbahn-Freunde, die mithelfen wollen (Interessierte melden sich unter Tel. 0680/3148 233).

Von Schulklassen bis zu Pensionistengruppen lassen sich im Rohrbacher Bahnhofsgebäude in die Welt der Eisenbahn entführen. Herzstück ist die Dampflok „Aigen“, die schon fast 130 Jahre auf den Rädern hat. In der original wiederhergestellten Fahrdienstleitung und im Warteraum warten Schaustücke über den Bau der 58 Kilometer langen Baulinie; Lichtsignale, Stellwerke, Gepäckwagen und Originaluniformen ergänzen die Ausstellung, bei der die Besucher auch selbst aktiv werden können.

Mühlkreisbahn muss erhalten bleiben

Wichtig für das Museum, aber auch für die ganze Region ist die Mühlkreisbahn selbst, mit der viele Besucher stilgerecht anreisen. „Wir kriegen keine große Industrie hier bei uns. Aber wir haben dafür eine schöne Landschaft - auf diese Kräfte müssen wir uns besinnen und als Chance nutzen“, hofft Josef Blaschek, dass die Bahnlinie als Vollbahn erhalten bleibt.

Entscheidung im September

Im  September wird das Ergebnis der vergleichenden Systemstudie zur Mühlkreisbahn erwartet, mit der Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FP) das Schweizer Unternehmen Metron beauftragt hat. „Ausschlaggebend für die Vergabe war unter anderem die zugesicherte Einhaltung der zeitlichen Vorgaben“, sagt Steinkellner. „Ziel dieser Studie ist, eine fachlich bestens begründete  Grundlage für die politischen Entscheidungen über die Zukunft der Mühlkreisbahn zu erlangen.“ Die Studie soll im September erscheinen, wichtige und entscheidungsrelevante Fragestellungen würden jedoch in der Bearbeitung vorgezogen und mit den laufenden Planungen zeitlich abgestimmt.

Notwendig war diese laut dem Landesrat, da in der Vergangenheit eine Vielzahl an Studien und Gutachten erstellt wurden, die zu teils unterschiedlichen Ergebnissen geführt haben. Als „bedeutendste Nebenbahn des Landes“ könnte eine modernisierte und schnelle Mühlkreisbahn, mit geeigneter An- oder Durchbindung von Linz eine besondere Rolle spielen und Pendler zum Umsteigen bewegen, ist Günther Steinkellner überzeugt.

 

Mehr Fahrgäste in den Regionalbahnen

Wie wichtig der Ausbau des Bahnnetzes und häufigere Verbindungen sind, bestätigt eine aktuelle VCÖ-Analyse: Dieser zufolge wird in Österreich zunehmend mehr Bahn gefahren, auch Oberösterreichs Regionalbahnen legten im Vorjahr an Fahrgästen zu. Allein mit der Linzer Lokalbahn waren 1,98 Millionen unterwegs - um 18.208 Fahrgäste mehr als 2014. „Die Nachfrage nach Regionalbahnen nimmt deutlich zu. Umso wichtiger ist es, dass mehr in die Ausweitung des Angebots investiert wird“, wünscht sich VCÖ-Experte Markus Gansterer häufigere Verbindungen auf bestehenden Strecken sowie den Ausbau des Streckennetzes.

 

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