So geht Bio: Bioschule entwickelt Österreichs erstes elektronisches Schulbuch für den Biolandbau

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Buchübergabe an die bayrischen Partner (v.l.): Bildungsdirektor Alfred Klampfer, Schulleiter Johann Gaisberger, Dir. Helmut Ramesberger (Kringell Bayern), Landesschulinspektor Johann Plakolm (Foto: Bioschule Schlägl)
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 16.05.2021 11:06 Uhr

AIGEN-SCHLÄGL. Nach dreijähriger Entwicklungsarbeit wurde das erste elektronische Schulbuch für den Biolandbau an der Bioschule Schlägl seiner Bestimmung übergeben.

Die Bioschule Schlägl hat gemeinsam mit Experten aus Bildung und Forschung Lernbeispiele für ein elektronisches Schulbuch ausgearbeitet und diese in einem Buch zusammengefasst. „Erstmals gibt es nun Lernbeispiele, die interaktiv den biologischen Landbau vermitteln“, freut sich Schulleiter Johann Gaisberger. Das Buch ist sowohl für die Erwachsenenbildung als auch für Jugendliche geeignet. Das Projekt wurde mit dem bayerischen Staatsgut Kringell erarbeitet und mit Europäischen Fördergeldern und dem Land OÖ finanziert.

Gelingendes Lernen

Erstmals präsentiert wurde das Buch bei einer Online-Veranstaltung zum Thema Bildung. Dabei sprach Bildungswissenschafter Klaus Zierer von der Uni Augsburg über gelingendes Lernen. Die Person des Lehrenden als „Mensch“ und dessen Glaubwürdigkeit seien dabei die wichtigsten Faktoren. Zierer gilt als einer der wichtigsten Bildungsexperten im deutschen Sprachraum. Er ist ein Verfechter des „Epochenunterrichts“, dessen Ziele und Methoden dem Schlägler Modell der Bioschule sehr nahekommen. Denn in Schlägl wird fächerübergreifend und praxisbetont gelehrt. Fachwissen alleine wird in Zukunft die auftretenden Herausforderungen nicht lösen können: Ein Betriebsführer einer Landwirtschaft könne zum Beispiel die Fragen von „Engerling“ bis zur Vermarktung seiner Produkte nicht nur ökonomisch beantworten, sondern brauche viele unterschiedliche Disziplinen und Kooperationen, um erfolgreich sein zu können, ist man an der Bioschule überzeugt.

Zierer diskutierte nach seinem Fachvortrag mit LR Max Hiegelsberger, Bildungsdirektor Alfred Klampfer und Landwirtschaftskammerpräsidentin Michaela Langer-Weninger.

Autor zu Gast

Einen anderen Blick auf die Menschen in den ländlichen Regionen vermittelte am Abend der Autor Reinhard Kaiser Mühlecker, der aus seinem Buch „Enteignung“ las und damit die Wandlung des ländlichen Raumes kritisch beleuchtete.

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