Erstes CBD-Land: In Ulrichsberg gibt es bald Hanf zum Selberpflücken

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Auf dem Gemüseacker und im Glashaus von Christian Berlinger wachsen auch viele Hanfbäume, die jetzt kurz vor der Ernte stehen. (Foto: Berlinger)
Auf dem Gemüseacker und im Glashaus von Christian Berlinger wachsen auch viele Hanfbäume, die jetzt kurz vor der Ernte stehen. (Foto: Berlinger)
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 14.09.2021 18:11 Uhr

ULRICHSBERG. Es ist vermutlich Österreichs erstes CBD-Land, das Anfang Oktober in Ulrichsberg öffnet: Christian Berlinger lädt nämlich ein, den medizinischen Hanf selbst zu ernten.

Seit drei Jahren pflanzt der Gemüsebauer auch medizinischen Hanf auf seinem Acker und im Glashaus an und verarbeitet die Blätter und Blüten zu CBD (Cannabidiol)-Öl oder Tee. „Alles passiert in Handarbeit, denn wir wollen die Qualität hoch halten“, betont Christian Berlinger. Gerade diese mühsame Arbeit bei der Ernte macht die Produkte jedoch relativ teuer. „Wir wollen unseren Hanf leistbar machen und laden deshalb zum Selber­ernten ins CBD-Land ein – so wie im Erdbeerland.“

Heilkräftigende Wirkung

Pflücken, entblättern, mit nach Hause nehmen – mitsamt wertvollen Tipps zur weiteren Verarbeitung und Verwendung. CBD-Öl etwa könne man ganz einfach selbst herstellen, verrät der findige Gemüsebauer, der von der heilkräftigenden, schmerzlindernden, entzündungshemmenden Wirkung der Pflanze überzeugt ist: „Wir haben viele Kundschaften, denen unsere Produkte wirklich helfen. Und wir möchten, dass diese natürliche Medizin ohne Nebenwirkungen noch mehr unter die Leute kommt.“ Deshalb gibt es zur Erntezeit auch Tipps für alle, die sich die Hanfpflanze in den eigenen Garten holen und selbst anbauen wollen.

Ganz ohne Rausch

Etwa 200 Hanfbäume zwischen einem und drei Metern wachsen heuer in Ulrichsberg; bis zu 100 davon sind für Selbsternter verfügbar. „Interessierte, die zum Spaß oder zum Lernen bei der Ernte mithelfen möchten, sind auch herzlich willkommen“, lädt Christian Berlinger ein.

Er verwendet Pflanzen von speziellen Zuchtbetrieben mit wenig THC (Tetrahydrocannabinol), das für die berauschende Wirkung verantwortlich ist. „Der Grenzwert von 0,3 Prozent darf nicht überschritten werden, was wir regelmäßig vor und während der Ernte überprüfen lassen.“ Die hohe Qualität wird durch Handarbeit gesichert, „wir sind einer von nur ganz wenigen Betrieben in Österreich, die auf Maschineneinsatz verzichten. Deshalb ist auch keine größere Anbaufläche möglich“, informiert Berlinger.

Artemisia Annua

Indes hat der Ulrichsberger eine weitere Heilpflanze für sich entdeckt: Erstmals hat er Artemisia Annua angepflanzt – eine aus Afrika stammende, mannshohe Pflanze, die „ein kleines Wundermittel gegen virale Sachen“ sein soll und etwa gegen Malaria eingesetzt wird. Auch diese wird ab Oktober geerntet. Berlingers Gemüseacker und Glashaus haben übrigens regulär von Juni bis Oktober immer freitags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, dann gibt es immer frisches Gemüse und CBD-Produkte ab Hof.

Erntezeiten im CBD-Land in Ulrichsberg (Mitterweg 29) sind von 1. bis 17. Oktober, immer Dienstag bis Sonntag von 9 bis 16 Uhr. Neben Hanfbäumen werden CBD-Produkte günstig angeboten, ebenso gibt es Hanfbier und Artemisia Annua.

Information und Reservierungen unter Tel. 0699/1312 0017 und unter www.königsblüte.at.

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