Landtag gibt Grünes Licht für die neue Mühlkreisbahn

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Die Mühlkreisbahn Neu kann Fahrt aufnehmen. Foto: Schwarzmann
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 03.03.2017 10:10 Uhr

BEZIRK ROHRBACH. Einstimmig hat der oö. Landtag gestern den Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Projektes Mühlkreisbahn Neu gefasst. Damit fand die jahrelange Diskussion über die Zukunft der wichtigen Regionalbahn ein Ende.

„Damit wurde ein klares Bekenntnis für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs abgelegt. Mit diesem wichtigen ÖV Projekt haben wir die großartige Möglichkeit, eine zukunftsfähige Anbindung für die  Pendler aus dem Mühlviertel zu schaffen und damit auch die Pendlerrouten zu entlasten“, freut sich der zuständige Landesrat für Infrastruktur, Günther Steinkellner (FP).

Nutzung bis Aigen-Schlägl möglich

Grundlage des einstimmigen Landtags-Beschlusses ist die vergleichende Systemstudie, die das Schweizer Unternehmen Metron erarbeitet hat. Demnach bleibt die Mühlkreisbahn auf Normalspur erhalten - teure Umbauarbeiten entfallen und die Nutzung der Gesamtstrecke bis Aigen-Schlägl ist möglich. Zugleich soll der Umsteigeknoten am Bahnhof Urfahr zur Straßenbahn optimiert werden. Über die geplante zweite Straßenbahnachse und die neue Donaubrücke wird die Mühlkreisbahn zudem an den Hauptbahnhof angeschlossen. Dafür wird neben den Straßenbahngleisen eine dritte Schiene verlegt. 

Teil des S-Bahn-Systems

Die Mühlkreisbahn soll zukünftig als Linie 6 in das S-Bahn-System integriert werden. Die Fahrgäste können dann direkt am Bahnsteig 1 des Linzer Hauptbahnhofs aus- und einsteigen. „Durch die Einbindung in das S-Bahn-System wird der Inselbetrieb der Mühlkreisbahn aufgehoben“, erklärt Steinkellner. „Darüber hinaus ergeben sich Vorteile für die Pendler aus den charakteristischen, engen Taktverbindungen des S-Bahn-Systems.“

Gefahren wird mit modernen Zwei-System-Fahrzeugen, die sowohl die vorgeschriebenen Normen für Züge, als auch jene für Straßenbahnen erfüllen. Der Betrieb ist innerorts elektrisch und außerhalb mit Dieselantrieb möglich. Der Dieselbetrieb erlaubt weiters eine Einbindung der gesamten Strecke bis Aigen-Schlägl. Die grobgeschätzten jährlichen Betriebskosten bis zur Endstation werden mit rund 11,5 Millionen Euro geschätzt.

Zur raschen Realisierung des Projektes wurden bereits Arbeitsgruppen von Stadt und Land installiert. Eine Finanzierungsunterstützung von Seiten des Bundes wird laut Steinkellner angestrebt, die zu verhandeln ist.



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