Am 32. Dezember ist es zu spät: Antragsfristen für Förderungen nicht verstreichen lassen

Hits: 511
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 14.12.2019 06:03 Uhr

BEZIRK ROHRBACH. Damit Arbeitnehmer all ihre möglichen finanziellen Unterstützungen auch tatsächlich ausschöpfen, macht der ÖAAB des Bezirkes Rohrbach auf bevorstehende Antragsfristen aufmerksam. Denn am 32. Dezember ist es für viele Förderungen zu spät.

Einige wichtige Unterstützungsmöglichkeiten können nur mehr bis 31. Dezember des laufenden Jahres beantragt werden informiert ÖAAB-Bezirksobfrau Gertraud Scheiblberger. Dabei komme es auf den Eingangsstempel der Behörden an: „Wer Anträge postalisch verschickt, muss mehrere Tage Postweg einkalkulieren“, zeigt Scheiblberger auf.

Folgende Förderungen können bis 31. Dezember 2019 beantragt werden:

Fernpendlerbeihilfe des Landes Oberösterreich für das Pendlerjahr 2018

Alle oberösterreichischen Arbeitnehmer, die vom Hauptwohnsitz zum Arbeitsplatz eine einfache Wegstrecke von mindestens 25 Kilometer zurücklegen, erhalten je nach Entfernung zwischen 168 und 325 Euro. Wenn eine Jahreskarte des OÖ. Verkehrsverbundes erworben wird, gibt es einen automatischen Öko-Bonus in der Höhe eines 30-prozentigen Zuschlages. Das steuerpflichtige Einkommen darf im Beantragungsjahr 26.000 Euro nicht übersteigen. Pro Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um 2.600 Euro. Die Antragstellung ist auch online auf www.ooe.gv.at möglich. Das Land Oberösterreich gewährt diese Beihilfe, trotz Freifahrtmöglichkeit, auch Lehrlingen und Praktikanten, wenn die Arbeitsstätte oder die Berufsschule mehr als 25 Kilometer vom Wohnsitz entfernt liegen.

Fahrtenbeihilfe für Lehrlinge

Lehrlinge, die nicht unentgeltlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren können oder zu Fuß über zwei Kilometer zur nächsten Einstiegshaltestelle zurückzulegen haben, erhalten für Wegstrecken bis zehn Kilometer 5,10 Euro pro Monat bzw. bei über zehn Kilometern Entfernung 7,30 Euro pro Monat an Fahrtenbeihilfe. Anträge für 2018 sind vom Familienbeihilfenbezieher mit dem „Beih94-Formular“ beim jeweiligen Wohnsitzfinanzamt zu stellen.

Schul- und Heimbeihilfe des Bundes

Schulbeihilfe erhält man beim Besuch einer mittleren oder höheren Schule ab der 10. Schulstufe. Es gibt einen Grundbetrag von 1.130 Euro, der in bestimmten Fällen erhöht oder vermindert wird.

Bereits ab der neunten Schulstufe kann man beim Besuch einer mittleren, höheren oder polytechnischen Schule Heimbeihilfe beantragen, wenn Hin- und Rückweg nicht zumutbar sind und der Schüler deshalb außerhalb des Wohnortes der Eltern wohnt. Als unzumutbar gelten Wegzeiten über zwei Stunden. Es gibt einen Grundbetrag von 1.380 Euro, der in bestimmten Fällen erhöht oder vermindert wird. Diese kann unter www.schulbeihilfenrechner.at errechnet werden. Sobald eine Heimbeihilfe gewährt wird, erfolgt ohne eigenen Antrag zusätzlich eine automatische Auszahlung der Fahrtkostenbeihilfe in der Höhe von jährlich 105 Euro. Antragstellung für das laufende Schuljahr bis 31.12.2019 unter schuelerbeihilfen.bmbf.gv.at.

Arbeitnehmerveranlagung für das Arbeitsjahr 2014

Bis 31. Dezember kann man noch rückwirkend für das Arbeitsjahr 2014 den so genannten „Steuerausgleich“ durchführen. Vor allem für Pendler, Familien, bei Weiterbildungen oder für Personen mit hohen Krankheitskosten gibt es bei der Arbeitnehmerveranlagung bares Geld zu holen. Auch Lehrlinge und Geringverdiener haben die Möglichkeit auf eine Rückerstattung von Sozialversicherungsbeiträgen! Abwicklung via www.finanzonline.at oder mittels des Formulars „L1“ beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt.

Reparaturbonus des Landes Oberösterreich

Bis 31. Dezember 2019 gibt es für die Reparatur von haushaltsüblichen Elektrogroß- und Elektrokleingeräten durch einen im „Reparaturführer“ angeführten Gewerbebetrieb eine Förderung im Ausmaß von 50 Prozent der Reparaturkosten, maximal 100 Euro. Gefördert werden ausschließlich Arbeitszeit und Materialkosten mit einem Rechnungsdatum ab 3. September 2018. Informationen und das Antragsformular bekommt man auf www.ooe.gv.at.

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Hofkirchens ältester Gemeindebürger im 97. Lebensjahr verstorben

HOFKIRCHEN. Der Name Ludwig Lanzerstorfer wurde von vielen Menschen seit Jahrzehnten als Hofkirchner Marke gesehen. Er wurde am  10. August 1923 in der Ortschaft Emmerstorf geboren und galt als ...

Raiffeisenbank, Pfarre und Musik in St. Martin teilen sich künftig ein Zuhause

ST. MARTIN. Mitten am St. Martiner Marktplatz wird in den nächsten zwei Jahren ein Großprojekt realisiert, das die Zentrale der Raiffeisenbank Region Neufelden, das Pfarrheim und das Musikheim ...

Haslacher Kleintierzüchter verzichten noch auf den Monatsmarkt

HASLACH. Zu Corona-Zeiten findet in Haslach weiterhin kein Kleintiermarkt statt, die Vereinsausstellung im Oktober soll es aber geben.

Landtagspräsident Stanek von der Schaffenskraft der Top Hotels Oberösterreich beeindruckt

ST. STEFAN-AFIESL. Bei einem Lokalaugenschein im Hotel Bergergut tauschte sich Landtagspräsident Wolfgang Stanek (ÖVP) mit heimischen Hoteliers über ihre Situation in der Corona-Krise auf. ...

Noch kein Covid-19-Todesfall am Rohrbacher Klinikum

ROHRBACH-BERG. Nach rund vier Monaten im Corona-Modus zieht das Klinikum Rohrbach eine erste Zwischenbilanz.

Personalkarussell hat sich gedreht: Zwei Rotkreuz-Ortsstellen haben neuen operativen Leiter

LEMBACH/HOFKIRCHEN. Ein kleines Personal-Karussell hat sich beim Roten Kreuz gedreht. Jetzt haben die Ortsstellen Lembach und Hofkirchen einen neuen Dienstführenden.

B38 in Haslach am Samstag wegen Holzarbeiten gesperrt

HASLACH. Wegen Holzschlägerungsarbeiten ist die B38 im Ortsgebiet von Haslach am Samstag, 8. August, ab 6 Uhr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Aigen-Schlägl.

Mitarbeiter-Chor im Altenheim singt via Bildschirm für die Bewohner

HASLACH. In der Hauskapelle des Bezirkshaltenheims Haslach werden wegen der Corona-Gefahr noch keine Gottesdienste abgehalten. Deshalb wurde ein ebensolcher aufgezeichnet und den Bewohnern eingespielt. ...