„Abenteuer finden sich auch vor der Haustür“

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Robert Hofer Robert Hofer, Tips Redaktion, 25.03.2014 09:16 Uhr

Steyr. Gertrude Reinisch-Indrich war 1994 die erste Österreicherin auf einem Achttausender. 20 Jahre später startet die Steyrerin Ende Mai das Abenteuer „Grenzgänge rund um Österreich“. Das Team besteht dabei großteils aus Frauen und Männern, die ihren Sechziger schon hinter sich haben.

  „Was uns fasziniert, ist vor allem das Leben weit entfernt vom eigenen Alltag, das monatelange Durchstreifen verschiedenster Klimazonen und Kulturkreise“, sagt Grenzgängerin Reinisch-Indrich. „Diese Art des umweltfreundlichen, meditativen Reisens ist auch noch in den Alpen möglich. Wir wollen diesmal die Schönheit diesseits und jenseits der Grenze Österreichs entdecken. Abenteuer wachsen nicht mit der Entfernung, sondern finden sich auch vor der Haustür.“   Im Team sind mehr als 50 Mitglieder aus allen Bundesländern Österreichs, dazu kommen Freunde aus Deutschland, Italien, Holland, Tschechien, Polen, Ungarn, Slowenien, Nepal und der Schweiz. Initiatorin und Organisatorin Reinisch-Indrich: „Wir planen zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Obwohl nur eine kleine Gruppe die gesamte Runde machen wird, tragen doch alle zum Erfolg bei, auch wenn sie nur wenige Etappen mitmachen.“   3200 Kilometer   Gestartet wird in Salzburg im Uhrzeigersinn, um Österreich zu umrunden – auf dem Boden, im Wasser und in der Luft (per Gleitschirm) in mindestens 120 Tagesetappen: Insgesamt mehr als 122.000 Höhenmeter, gut 3200 Kilometer zu Fuß, auf dem Rad, mit Pferd, Boot und schwimmend. Die Tour erstreckt sich über acht Grenzländer: Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Italien, Liechtenstein, Schweiz. Livetracker zeigen auf www.grenzgaenge.com, wo sich die Teilnehmer gerade befinden und wie sie vorwärts kommen. Die Etappen werden mittels Navigationsgeräten genau aufgezeichnet und später in einem Buch veröffentlicht.   Die Hauptgruppe der Grenzgänger startet am 31. Mai in Salzburg mit Fahrrädern entlang der nördlich, östlich und südlich verlaufenden Grenze – 1500 Kilometer bis zu den Karawanken. Die Route verläuft innerhalb und außerhalb Österreichs, immer am grenznächsten Weg. Dann geht es im Juli zu Fuß weiter – über alpine Steige den Alpenbogen entlang. Ende September soll die 3200 Kilometer lange Reise enden. Entschleunigung, sanfte Mobilität und das hautnahe Erleben der Natur sind der Gruppe ein besonderes Anliegen.   Projektleiterin Gertrude Reinisch-Indrich, die auch mit der Kamera im Einsatz sein wird, ist Journalistin und Autorin von fünf Büchern (u. a. „Licht und Schatten am K2“), Filmemacherin („Das Geheimnis der Sherpa, Umwelt-Dokus), begeisterte Allround-Bergsteigerin und Redakteurin des Österreichischen Alpenklubs.   Auf Harrers Spuren   Die 62-Jährige ist auch Initiatorin und Leiterin von Entwicklungshilfeprojekten und Workshops in Nepal. 1987 fuhr sie mit dem Mountainbike mehr als 3000 Kilometer von Kathmandu auf den Spuren von Heinrich Harrer über bis zu 6000 Meter hohe Transhimalaya-Pässe zum Nam Tso, nach Lhasa und zurück nach Nepal.  
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