FH-Trio gewinnt internationalen Hackathon

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Von links: Alina Kuttler, Simon Krög und Lukas Rogl Foto: FH OÖ
Robert Hofer Robert Hofer, Tips Redaktion, 06.08.2019 06:44 Uhr

WALDNEUKIRCHEN. Alina Kuttler (24) aus Waldneukirchen und ihre beiden FH-Hagenberg-Studienkollegen Lukas Rogl und Simon Krög haben sich beim internationalen „Vehicle Data Hackathon“ Platz eins gesichert. Das Trio hatte mit seiner Idee zur Nutzung von Fahrzeugdaten überzeugt.

Erst im zweiten Semester des neuen Bachelorstudiums Automotive Computing am FH OÖ Campus Hagenberg und schon Gewinner eines internationalen Wettbewerbs. Lukas Rogl, Alina Kuttler und Simon Krög haben den Vehicle Data Hackathon von SCOTT, kurz für Secure COnnected Trustable Things, für sich entschieden. SCOTT ist ein EU-Projekt, in dem internationale Partner aus Industrie und Forschung zusammenarbeiten, um Vertrauen in das Internet der Dinge (IoT) aufzubauen. Ziel des Hackathons war es, neue innovative Services zu konzipieren und zu entwickeln, die von SCOTT bereitgestellte Fahrzeugdaten nutzen. Zur Teilnahme eingeladen waren sowohl Schulen und Universitäten als auch Klein- und Mittelbetriebe.

Eingeschworenes Team

Lukas Rogl, Alina Kuttler und Simon Krög, die im Rahmen ihres Automotive Computing Studiums am Campus Hagenberg gern gemeinsam lernen und Projekte entwickeln, ließen es sich nicht zweimal sagen, auch teilzunehmen als ihr Studiengangsleiter Gerald Ostermayer sie auf den Wettbewerb aufmerksam machte. „Challenge accepted“ hieß es, auch wenn nicht viel Zeit zum Lösen der gestellten Aufgabe war. „Wir hatten einen Monat, die Idee auszuarbeiten und Daten zu analysieren,“ sagt Rogl.

Idee überzeugte Expertenjury

Was also tun mit den zur Verfügung stehenden Daten wie Geschwindigkeit, GPS-Daten, Lenkradeinschlagswinkel, Drehung des Autos in alle Richtungen, G-Force, Temperatur des Motors, Außentemperatur usw., die SCOTT im Rahmen spezieller Autofahrten gesammelt hatte? Kuttler, Krög und Rogl entschieden sich dafür, sie für sogenanntes Infrastructure Mapping zu nutzen und so den Verkehr sicherer, umweltschonender und effizienter zu gestalten.

Warnung vor Gefahrenstellen

Was es damit auf sich hat, erklärt Rogl so: „Unser Ansatz ist eine Datenbank, in welcher Daten von den Fahrzeugen auf der Straße gesammelt und so verarbeitet werden, dass sie aussagekräftige Vorhersagen über den Zustand des Fahrzeugs oder der Fahrumgebung ermöglichen. So, dass der Fahrer zum Beispiel vor gefährlichen Fahrbedingungen gewarnt werden kann - vor scharfen Kurven, einer starken Steigung oder einem starken Gefälle. Aber auch, dass Verkehrsverantwortliche etwa die Rot-Grün-Phasen bei Kreuzungen so optimieren können, dass Staus, Unfälle und ein hoher Spritverbrauch durch ständiges Gas geben und Bremsen reduziert werden.“

Hochkarätige Jury

Die vielen investierten Stunden neben dem Studium haben sich letztendlich gelohnt. Bereits einen Tag nachdem die drei Studierenden ihre Idee an SCOTT geschickt hatten, erfuhren sie, dass sie unter den Top drei waren. Damit ging es in die nächste und finale Runde. Tags darauf präsentierten Krög, Kuttler und Rogl ihre Idee via Videotelefonkonferenz der Jury, die aus zwöf internationalen Unternehmen und Hochschulen – darunter Nokia, AVL List, NXP Semiconductors, Philips Electronics, die Universität Oslo, die Linzer Kepler Uni und die TU Graz – bestand.

Spannendes Finale

Im Finale konnten die FH OÖ-Studierenden einmal mehr überzeugen und dürfen sich damit über 1.250 Euro und die Möglichkeit zur Weiterarbeit an ihrer Idee mit Expertenmitgliedern der Jury freuen. Über ihren Sieg sagen die drei Oberösterreicher: „Es war eine tolle Erfahrung, am Hackathon teilzunehmen und sich kreativ ausleben zu können. Das Arbeiten am Projekt machte uns echt Spaß, auch wenn es hin und wieder mal zu hitzigen Diskussionen kam. Umso mehr freuen wir uns nun natürlich, dass unsere Idee so gut ankam.“

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