Raucherdiskussion - „Chance für rauchfrei am Anfang vertan“

Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 18.02.2014 19:00 Uhr

BEZIRK. Geht es nach Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ), dann soll in Österreichs Lokalen bis 2018 ein generelles Rauchverbot gelten. Gegenüber Tips stellt ein Gastronom, der im Bezirk mehrere Lokale betreibt, seine Sicht der Dinge dar.

  „Hätte man vor ein paar Jahren gleich gesagt, in Lokalen darf nicht mehr geraucht werden, so hätte jeder gewusst, woran er ist. So hat jeder Wirt viel Geld in die Hand genommen, um Raucher- und Nichtraucherbereiche zu trennen. Aber: Österreich zieht halt nie etwas durch“, gibt sich der Lokalbetreiber kritisch.   Für ihn sind Raucher und Nichtraucher gleichgestellt und beide Gruppen Kunden, die es bestmöglich zu bedienen gilt. Insgesamt hat er in seinen vier Gaststätten 142.000 Euro für Glastrennwände und 50.000 Euro für Lüftungen investiert. Der Intention Stögers, dass bis 2018 alle Lokale rauchfrei sein sollen, setzt er entgegen, dass die getätigten Investitionen erst einmal hereingebracht werden müssten. Der Termin sei jedenfalls zu früh, über 2020 ließe sich reden, weil bis dahin eine gewisse Refinanzierung erfolgt sei.   Für zusätzlich Verunsicherung und Unmut in der Wirtschaft hatte die Auslegung des Tabakgesetzes durch den Verwaltungsgerichtshof gesorgt, dass auch Zugänge zu WC-Anlagen und zu Nichtraucherbereichen von Rauch abgeschirmt werden sollen. Das würde vielerorts weitere Investitionen in die baulichen Gegebenheiten erfordern.   Der befragte Gastronom hätte mit Nichtraucherlokalen kein Problem: „Es würde bei uns dadurch keine fünf Prozent Umsatzeinbußen geben. Das Problem hätten eher kleine Beisl. Bisher hat die Sache mit Rauchern und Nichtrauchern in Österreich aber funktioniert.“  
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Kommentare

  1. Internist privat
    Internist privat19.02.2014 01:10 Uhr

    Raucherdiskussion - „Chance für rauchfrei am Anfang vertan“ - http://www.aerzteinitiative.at/gastrobrief.html hätte an alle Gastronomiebetriebe geschickt werden sollen, was leider verhindert wurde. Die Wirtschaftskammer hat ihre Mitglieder falsch beraten. Die einzige gerechte und gesundheitlich für Gäste und Personal akzeptable Lösung ist ein Rauchverbot ohne Ausnahmen, wie es sich in Nord- und Westeuropa seit 2004 bewährt hat. In Italien gibt es seit 2005 nur mehr in 5% der Lokale Raucherräume, weil die Behörde vor der Freigabe die Dichtheit und den Unterdruck prüft. Von Kalifornien bis Neuseeland sind die Zustimmungsraten nach Einführung solcher Rauchverbote auch bei den Rauchern angestiegen und erreichten in der Gesamtbevölkerung Werte bis 90%.

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