„Runder 50er“: Gottfried Waldhäusl im Gespräch

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Gottfried Waldhäusl beim Gespräch in der Tips-Geschäftsstelle in Waidhofen
Daniel Schmidt Daniel Schmidt, Tips Redaktion, 03.11.2015 14:48 Uhr

WAIDHOFEN/THAYA. Der Klubobmann der Freiheitlichen Partei im Landtag und Vizebürgermeister von Waidhofen, Gottfried Waldhäusl, feierte kürzlich seinen 50. Geburtstag. Tips nahm dies zum Anlass um mit ihm über Familie, Beruf und politische Ziele.

Gottfried Waldhäusl wurde in Kleingöpfritz geboren und ist von Beruf Landwirt und Unternehmer. 1990 trat er in die FPÖ ein und saß 25 Jahre im Gemeinderat von Pfaffenschlag. Er war Mitglied des Bundesrates, Abgeordneter im Landtag und ist seit 2008 Klubobmann der Freiheitlichen. Seit der Gemeinderatswahl 2015 trägt er in einer Koalition mit der ÖVP als Vizebürgermeister von Waidhofen auch Regierungsverantwortung.

Tips: Sie feierten vor Kurzem ihren 50. Geburtstag. Wie sehen Sie Ihre ersten 50 Jahre?

Gottfried Waldhäusl: In meinem Leben ist schon sehr viel passiert, sowohl im Beruflichen als auch im Privaten. Ich war immer sehr ehrgeizig und habe stets versucht, der Beste zu sein. Ich habe zum Beispiel ein Unternehmen aufgebaut, doch es war mir immer irgendwie noch zu wenig. Das war dann schlussendlich mein Weg in die Politik. Mit 23 Jahren startete ich im Gemeinderat von Pfaffenschlag und mit 28 Jahren wurde ich dann Bundesrat. Privat war mir in dieser Zeit auch das Vereinswesen ein wichtiges Betätigungsfeld. Wohl deshalb, weil mich die Öffentlichkeit schon immer gereizt hat.

Tips: Blieb da noch viel Zeit für das Familienleben?

Waldhäusl: Aufgrund der vielen Engagements hatte ich wohl in meiner ersten Ehe zu wenig Zeit für meine Kinder, obwohl die Beziehung früher und auch heute gut ist, auch wurde ich kürzlich Großvater. Man reift eben mit der Zeit und freilich gibt es Dinge, die man im Rückblick anders machen würde, bei 90 Prozent würde ich es aber wieder genauso machen. Ich möchte nun auch öffentlich machen, dass ich kürzlich zum zweiten Mal geheiratet habe und dementsprechend glücklich bin.

Tips: Sie wohnen inzwischen in Waidhofen. Ist Ihnen der Abschied von der Gemeinde Pfaffenschlag schwer gefallen?

Waldhäusl: Sehr schwer! Es war für mich so, als ob ich ein Stück meines Herzens zurücklassen muss. Ich saß dort die Hälfte meines bisherigen Lebens im Gemeinderat und bin auch heute noch in vielen Vereinen dabei. Derzeit verbringe ich höchstens zehn Prozent meiner Zeit in Pfaffenschlag. Aber ich habe auch die neue Herausforderung in Waidhofen gesucht, deshalb war diese Veränderung notwendig.

Tips: Sie sprechen Ihre neue Aufgabe in Waidhofen an. Wie sieht Ihr Fazit nach etwas mehr als einem halben Jahr aus?

Waldhäusl: Momentan beansprucht mich meine Arbeit in Waidhofen mehr als meine Tätigkeit beim Land, diese kenne ich einfach besser, da habe ich die nötige Routine. Die Aufgaben in Waidhofen, die ich übernommen habe, sind zwar grundsätzlich kein politisches Neuland. Es ist aber deswegen eine Herausforderung, weil erstens bin ich in Regierungsverantwortung und zweitens weil ich vieles positiv verändern möchte. Ich konnte auch die Befürchtungen vor einem Chaos in der Stadtpolitik zerstreuen, denn wir bringen wirklich etwas weiter. Wir haben gezeigt, dass, wenn man alle Kräfte bündelt, es sehr gut funktionieren kann, beispielsweise bei Betreibsansiedelungen und -erweiterungen. Betonen möchte ich auch, dass wir dieses Tempo noch steigern wollen, Waidhofen soll weiter nach vor, dass haben sich die Menschen hier verdient.

Tips: Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Waldhäusl: Im Privatleben wünsche ich mir, dass mit der Familie alles in Ordnung ist, natürlich vor allem gesundheitlich. Dazu Wünsche ich mir für meine Kinder und Enkel, dass sie das selbe Glück haben wie ich, nämlich in Frieden zu leben. Beruflich wünsche ich mir, dass die nächsten Jahre zeigen, dass ich die Ziele für Waidhofen erreichen habe können und das Vertrauen, dass in mich gesetzt wurde, auch rechtfertige. In der zweiten Ebene meiner politischen Arbeit, für die ich ja gerade in meiner Tätigkeit in Waidhofen viel lernen darf, hoffe ich, dass sich nach 2018 (2018 wird in Niederösterreich ein neuer Landtag gewählt, Anm.) bei der „Wahl aller Wahlen“ Konstellationen ergeben, wo ich meine Erfahrungen aus Waidhofen auch auf Landesebene einbringen kann. Das ist bestimmt eines der größten Ziele der näheren Zukunft.

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