Österreich und Deutschland: Welche Unterschiede gibt es für Marketingagenturen?

Karsten Richter, Leserartikel, 09.08.2018 08:22 Uhr

Dieser Artikel beleuchtet für Österreicher einerseits und für Deutsche andererseits die unterschiedlichen Herausforderungen und Voraussetzungen der Suchmaschinenoptimierung in den beiden Ländern. Wer sich schon immer gefragt hat, warum in den österreichischen Suchergebnissen viele .de-Domains, in den Deutschen jedoch ausgesprochen selten .at Domains auftauchen, findet hier die entsprechenden Antworten.

Zwar wird in beiden Ländern Deutsch gesprochen, aber es gibt einige Unterschiede bei der Suchmaschinenoptimierung in Deutschland und derjenigen in Österreich. Besonders Google zeigt oft deutsche Webseiten an, wenn es um österreichische Suchergebnisse geht, umgekehrt ist das nicht so. Wir bei ROCKET BACKLINKS gehen der Frage nach, warum das so ist und welche Unterschiede es noch gibt.

Weniger Wettbewerb in Österreich und andere Suchvolumina

Bei der SEO in Österreich gibt es weniger Wettbewerb, obwohl die Zahl der Wettbewerber in den Suchergebnissen prinzipiell immer gleich ist: Jedes Land hat meistens neun. 

Dennoch bestehen in anderen Ländern bessere Chancen als in Deutschland, gute Sichtbarkeiten zu erreichen. Unterschiede zwischen D und Ö werden auch bei der Keywordsuche via Google Adwords Keyword Planer deutlich. Zum Begriff „Darlehen“ beispielsweise ist der Wettbewerb in Österreich geringer als in Deutschland. Dafür ist das Suchvolumen niedriger. Auch bei SISTRIX merkt man diese Unterschiede.

Laut SISTRIX gibt es zum Begriff „Bildbearbeitungsprogramm kostenlos“ gleich starken Wettbewerb in beiden Ländern, aber der Traffic und Klickpreis sind in Österreich viel niedriger.

Länderzuordnung

Wenn Google eine .de-Domain für relevant in Österreich einstuft, kann es passieren, dass die Domain sogar wesentlich höhere Sichtbarkeitswerte zeigt als dieselbe Webseite mit einer .at-Domain. Das ist normalerweise dann so, wenn Firmen die Länderversionen ihrer Webseite auf den entsprechenden ccTLDs platzieren. Es ist kaum möglich, dass durch Fehlen von Hreflang-Auszeichnungen eine Länderzuordnung der Domains und somit die korrekte Suchausrichtung für das jeweilige Land erfolgen kann.

So entsteht die Situation, dass die deutsche Seite auch in Österreich als relevanter bewertet wird. Das geschieht vor allem deshalb, weil die meisten Suchanfragen sowieso keinen regionalen Bezug enthalten.

Entscheidend ist die Datenmenge

Vor allem in Österreich fällt auf, dass .de-Domains in den wichtigsten Suchergebnissen ausgegeben werden, wenn die Suchanfrage ohne regionalen Bezug ist. In Deutschland dagegen werden fast nie .at-Domains als wichtig ausgegeben. Nur dann, wenn die User nach Ergebnissen suchen, die eindeutig Österreichbezug aufweisen, kommen die .at-Domains in die deutschen SERPs. Als ein Grund kann genannt werden, dass die Zahl der Websites in Österreich viel kleiner als in Deutschland ist. Google selbst bestätigte dies auf der SEOkomm im österreichischen Salzburg.

Bei einer Suchanfrage ohne regionalen Bezug sei es nicht relevant, dass die Ergebnisse nur aus Webseiten aus dem Herkunftsland des Users bestehen. Dadurch kommen besonders in Österreich viele deutsche Domains in die Topergebnisse. Umgekehrt ist das selten, weil in Deutschland sowieso genug deutsche Webseiten existieren. Es werden normalerweise hier keine österreichischen Suchergebnisse gebraucht.

Es hängt jedoch auch von Begriffen ab. Sucht man etwa nach dem Suchbegriff „Lohnsteuer“, findet man in Österreich nur .at-Domains, weil es unterschiedliche Steuerregelungen in Deutschland und Österreich gibt. Das kommt auch daher, dass es kaum deutsche Webseiten gibt, die Informationen zu Steuergesetzen in Österreich enthalten. Wenn eine Suchanfrage also einen klaren regionalen Bezug aufweist, zeigt Google eher Domains an, die dem jeweiligen Land entstammen, anders als bei neutraler Suche des Users.

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