Im Winter ein Zuhause für Bienen schaffen

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Karin Novak Karin Novak, Tips Redaktion, 04.12.2019 07:10 Uhr

NÖ. Wildbienen, zu denen übrigens auch die Hummeln gehören, bestäuben über 60 Prozent unserer Kulturpflanzen. Nützlinge sind also nicht nur ein wichtiger Bestandteil des natürlichen Ökosystems unserer Gärten, sondern für uns Menschen von unverzichtbarem Wert. Jetzt im Winter ist die ideale Zeit, um Wildbienen und anderen Nützlingen ein Heim für die kommende Gartensaison vorzubereiten. 

„Für bestimmte Wildbienenarten sind unbewachsene Stellen wichtig, da sie in der Erde brüten. Sie können im Garten solche Flächen mit ungewaschenem Sand leicht nachbauen. Auch leere Schneckenhäuser werden von diversen Wildbienenarten genutzt, belassen Sie diese einfach an Ort und Stelle“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“. „Alternativ können Sie für andere Arten markhaltige Stängel senkrecht in die Erde stecken oder für Halmbewohner Konservendosen zu einem bienenfreundlichen Zuhause recyceln.“

So geht's

Für den Bau eines einfachen Wildbienenhotels benötigt man eine saubere, mindestens zehn Zentimeter tiefe Konservendose und hohle Pflanzenhalme mit einem Durchmesser von drei bis neun Millimetern, wie z. B. Schilfhalme. Die Stängel mit einer scharfen Gartenschere glatt auf die Länge der Dose einkürzen. Ein sauberer Schnitt ist unbedingt notwendig, da sonst die Flügel der Wildbienen verletzt werden können. Die Dose so dicht wie möglich mit den Stängeln befüllen. Darauf achten, nur hohle und intakte Stängel zu verwenden. Die Dose kann dekorativ mit Jute umwickelt werden. Das Dosenhotel unbedingt vor Wind, Wetter und direkter Sonneneinstrahlung geschützt, am besten mit der Öffnung leicht nach unten geneigt aufhängen.

Platz auch auf Balkon oder Terrasse

Diese Nützlingsunterkunft findet auch auf Balkon und Terrasse leicht Platz. Das Angebot für Nützlinge kann man mit einer standortgerechten Bepflanzung an ganzjährig verfügbaren, ungefüllten Blüten im Umkreis von 200 Metern rund um die Nützlingsunterkunft ergänzen. Nisthilfen ohne Nahrungsangebot im näheren Umfeld werden sonst in der Regel nicht besiedelt. Markhaltige Stängel von Stauden und Sträuchern stellen im Naturgarten wertvolle Nistmöglichkeiten dar. Diese Elemente deshalb bis ins späte Frühjahr im Garten stehen lassen.

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