Plötzlich Homeoffice für die ganze Familie - wie das gelingt, berichtet Peter Kirchmayr

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Eva Leutgeb Eva Leutgeb, Tips Redaktion, 07.04.2020 09:47 Uhr

KLEINWEISSENBACH. Die Schließung der Schulen aufgrund Covid-19 kam völlig überraschend. Weder Lehrkräfte noch Schüler waren auf die Situation mit Distance-Learning vorbereitet. Der Austausch der Informationen zwischen Schulleitung, Eltern und Schüler erfolgt dank moderner Technik über unterschiedlichste Kommunikationskanäle. 

Welche Herausforderungen Homeoffice und Home Schooling mit sich bringen, darüber hat Tips via Videokonferenz mit Peter Kirchmayr, Unternehmer mit Firmensitz in der Gemeinde Großgöttfritz, Familienvater zweier Töchter (Unterstufe erste und zweite Klasse), gesprochen.

Tips: Für Sie und Ihre Gattin gehört Homeoffice zum Alltag. Nun heißt es, zwei schulpflichtige Kinder in den Büroalltag zu integrieren. Wie geht es Ihnen mit der neuen Situation?

Kirchmayr: Sehr gut. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit befasse ich mich intensiv mit Informationstechnologien und Digitalisierung und bin im Geschäftsumfeld gut vernetzt. Davon profitieren natürlich meine Kinder und auch ihnen steht sämtliche Technik für das Distance Learning zur Verfügung.

Tips: Viele Familien sind wahrscheinlich nicht in der glücklichen Lage, derartig ausgerüstet zu sein.

Kirchmayr: Da stimme ich Ihnen zu. Grundvoraussetzung sind ein Computer beziehungsweise Laptop und eine funktionierende Internetverbindung. Erfahrungsgemäß verfügen bereits viele Jugendliche ab der Unterstufe über ein eigenes Mobiltelefon mit mobilem Datentarif oder WLAN-Zugang im Haus. Die Kinder erhalten in diesen Zeiten Arbeitsblätter und Unterlagen online. Das heißt, ein Drucker oder ein Multifunktionsgerät mit Scanner ist ebenso von Vorteil. Unser Musikschullehrer unterrichtet eine unserer Töchter via Skype-Videokonferenz, dafür wird eine integrierte oder externe Webcam benötigt.

Tips: Jetzt haben wir über die technische Infrastruktur - die Hardware - gesprochen. Wie sieht es mit der notwendigen Software, also mit den Anwendungsprogrammen aus?

Kirchmayr: Neben den schulspezifischen Tools hat sich unter anderem das Microsoft Produkt Teams (Teil von Office 365) als gutes Kommunikationsmedium bewährt. Es steht den Bildungseinrichtungen kostenlos zur Verfügung. Dokumente hochladen und teilen, Einzel- oder Gruppenchats, Bildschirme im Chat mit seinem Online-Gegenüber teilen, um einige Funktionen zu erwähnen. Mit einem weiteren Produkt aus der Microsoft Office Familie - OneDrive - lassen sich übersichtliche Ordnerstrukturen erstellen und gemeinsam bearbeiten. Darüber hinaus kann man über die OneDrive-App am Handy oder Tablet Bilder aufnehmen, die automatisch in ein PDF-Format konvertiert, also umgewandelt werden. Somit spart man Speicherplatz und Datenvolumen beim Versand der Datei.

Tips: Die Bildungseinrichtungen rüsten sich für einen längeren Fernunterricht nach den Osterferien. Wie im Pressegespräch mit Bundesminister Heinz Faßmann in Aussicht gestellt wurde, sollen Schüler aus benachteiligtem Umfeld Endgeräte und Datenpakete zur Verfügung gestellt werden, um eine Teilnahme am Distance Learning zu ermöglichen.

Kirchmayr: Ein äußerst wichtiger Aspekt. Die Schulleitungen berichten, dass einige Jugendliche in den drei Wochen Fernunterricht online nicht erreichbar waren. Eine weitere Herausforderung kann die fehlende technische Ausstattung bei mehreren, in einem Haushalt lebenden Kindern, die fernunterrichtet werden, sein.

Tips: Haben Sie noch weitere Tipps für ein funktionierendes Homeoffice mit Kindern?

Kirchmayr: Bei uns hat sich ein strukturierter Tagesablauf bewährt. Wir haben fixe Handy- und Onlinezeiten mit den Mädchen festgelegt und achten darauf, dass sie regelmäßige Pausen mit Bewegungseinheiten zwischen den Lernphasen einlegen. Die Arbeitsaufträge koordinieren sie sich großteils selbst. Highlights für uns alle sind die gemeinsamen Mahlzeiten und Aktivitäten nach getaner Arbeit.

Tips: Können sich unsere Leser mit Fragen zum E-Learning an Sie wenden?

Kirchmayr: Jederzeit gerne. Gemeinsam statt einsam ist die Devise. Wir schaffen das.

Kontakt: www.kirchmayr-management.com

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