Waldland und Landwirtschaftskammer gaben Einblick über die Wichtigkeit von Imkerei und Landwirtschaft

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Eva Leutgeb Eva Leutgeb, Tips Redaktion, 22.07.2020 09:04 Uhr

NÖ. Im Rahmen eines Hintergrund- und Pressegespräches gaben Landwirtschaftskammer NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager, WALDLAND-Geschäftsführer Gerhard Zinner und Josef Niklas, designierter Obmann des NÖ Imkerverbandes Einblick in die enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Imkerei und einen Überblick über wichtige Blühkulturen im Waldviertel.

Landwirte und Imker leisten einen wertvollen Beitrag für eine funktionierende Kulturlandschaft. In ihrer Zusammenarbeit sind sie untrennbar miteinander verbunden, denn der erfolgreiche Anbau vieler Kulturen ist abhängig beziehungsweise wird positiv von der Bestäubungsleistung der Bienen beeinflusst. Eine enge Zusammenarbeit ist daher für beide Seiten von Vorteil, damit die Kulturpflanzen gut gedeihen und den Bienen ausreichend Futterquellen geboten werden.

Online-Plattform mit Bienenwanderbörse

Um die Partnerschaft zwischen den Landwirten und Imkern zu intensivieren, hat die Landwirtschaftskammer NÖ eine digitale Bienenwanderbörse ins Leben gerufen. Auf der Online-Plattform haben Bauern die Möglichkeit, ihre land- und forstwirtschaftlichen Flächen den Imkern für ihre Bienenvölker anzubieten. Ebenso ist es Imkern möglich, Flächen für ihre Völker zu finden.

Die Imkerei ist Teil der Landwirtschaft

Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ (ÖVP), erklärt: „Die niederösterreichischen Landwirte und Imker leisten einen sehr wertvollen Beitrag für die naturräumliche und kulturlandschaftliche Vielfalt in unserem Land. Der Fokus der Bienenwanderbörse liegt auf der Vernetzung der Landwirte und Imker. Wir wollen eine Schnittstelle schaffen, von der beide Seiten profitieren. Durch die Pflege der Wiesen, Felder, Blühstreifen und Wälder erhalten unsere Bäuerinnen und Bauern wertvolle Ökosysteme. Diese dienen vielen Lebewesen, so auch den Bienen, als Lebensraum und sollen gezielt zur Verfügung gestellt und somit auch gefördert werden. Weiters wollen wir noch mehr Bewusstsein für die biodiversitätserhaltenden Leistungen der Bauern und Imker, die sie tagtäglich erbringen, schaffen.“ Josef Niklas, designierter Obmann des NÖ Imkerverbandes über die digitale Bienenwanderbörse: „Auch Imkerei ist Teil der Landwirtschaft, daher ist Zusammenarbeit nicht nur ein Schlagwort für uns. Landwirtschaftliche Blühkulturen helfen uns beständige Erträge einzufahren, auch in durchwachsenen Saisonen wie in diesem Jahr. Durch die digitale Bienenwanderbörse wurde die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Imkerei noch intensiviert und erleichtert. Über die gesamte Bienensaison können dadurch zielgenaue Aufstellmöglichkeiten gefunden und die Bienenvölker damit optimal versorgt werden. Das führt zu einem höheren Honigertrag und auch Sortenhonige sind dadurch verstärkt möglich.“

Für Waldland  spielt die Partnerschaft eine große Rolle

Durch den Anbau von über 70 Sonderkulturen bietet WALDLAND auf einer Erntefläche von cirka 5.000 Hektar eine bedeutende Kulturpflanzenvielfalt auf Waldviertels Felder. Die darin enthaltenen Blühkulturen bieten ein abwechslungsreiches und anhaltendes Angebot für unsere Insekten und Bienen. WALDLAND-Geschäftsführer Gerhard Zinner über heimische Blühkulturen: „Bei WALDLAND spielen die Windbestäubung, die Selbstbestäubung als auch die Insektenbestäubung eine wichtige Rolle. Von der Gesamterntefläche von 5.000 Hektar werden bei WALDLAND jährlich etwa 2.200 Hektar insektenblütige Pflanze geerntet. Dafür sind wir auf die Bestäubungsleistung von Insekten angewiesen und dankbar für die erfolgreiche Kooperation zwischen Imkerei und Landwirtschaft. Insgesamt 21 Kulturen bieten mit einem Blühzeitraum von Ende April bis Ende September ein vielfältiges Angebot für unsere heimische Bienen. Die größte insektenblütige Kultur bei WALDLAND ist die Mariendistel mit einer Anbaufläche von cirka 1.350 Hektar. Jede Blüte der Mariendistelpflanze muss befruchtet werden, damit sich daraus die für uns wertvollen Samen entwickeln. Der Wirtschaftsfaktor ist für uns unbestritten und dazu brauchen wir diese starke Partnerschaft.“

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