Gesungen hat Laura immer schon gerne

Gesungen hat Laura immer schon gerne

AMALIENDORF. Die Schülerin Laura Kamhuber singt leidenschaftlich gerne. Vor vier Jahren wurde ihr Talent bei einer deutschen Casting-Show entdeckt. Seither steigt sie langsam aber stetig die Karriereleiter hinauf. Tips bat die junge Künstlerin zum Interview.
Von ERICH SCHACHERL

Einen außergewöhnlichen Rekord kann Laura Kamhuber aus Amaliendorf vorweisen. 104.572.775 mal (Stand: 8.8.2016) wurde ein Video, in dem sie im Rahmen der Casting Fernsehshow „The Voice Kids“ das Whitney Houston Lied „I will always love you“ interpretierte, im Internet auf YouTube bisher angeklickt. Knapp 35.000 Menschen aus aller Welt zollen der jungen Sängerin in Kommentaren ihren Respekt. Über 100 Millionen Klicks, damit hat sie viele andere österreichische Musiker wie Wanda, Conchita Wurst, Christina Stürmer oder auch Falco und Reinhard Fendrich weit hinter sich gelassen. Auch für internationale Verhältnisse ist der Erfolg beeindruckend.

„Ich bin jedem dankbar dafür, der mich so unterstützt“, erzählt die mittlerweile 17- jährige Waldviertlerin im Interview. Vor vier Jahren trat sie im Rahmen der Show „The Voice Kids“ auf die Bühne, interpretierte mit ihrer außergewöhnlichen Stimme die Ballade und begeisterte Jury, Publikum und Fernsehzuseher. Sie sang, als hätte sie nie etwas anderes getan, wirkte natürlich, entspannt, wie ein Vollprofi. War das vielleicht der Beginn einer großen Karriere?

Beeindruckend

Es ist nicht der einzige außergewöhnliche Auftritt, den Laura bereits absolviert hat. Musikantenstadel, Silvesterstadel, die große Chance, Barbara-Karlich-Show, Immer wieder Sonntags, Marc Pircher Fest und so weiter stehen auf ihrer Liste. Dazu kommen noch ganz „normale“ Konzerte bei zum Beispiel Waldviertel Pur am Heldenplatz, die Starnacht, Licht ins Dunkel, Feuerwehrfeste, Bälle, Hochzeiten und so weiter. An die 50 Auftritte absolviert sie durchschnittlich jedes Jahr, Tendenz steigend. Gemanagt wird das alles von ihrer Mutter.

Von klein auf

Begonnen hat das mit der Singerei in jungen Jahren, an die sich Laura selbst kaum noch erinnert. „Gesungen hat sie schon immer gerne“, erzählt also Mutter Sabine. Im Alter von zehn Jahren startete sie mit Gesangsunterricht in der Heidenreichsteiner Musikschule, „dann ist es losgegangen“, erinnert sich Sabine, „eines hat zum anderen geführt, es ist einfach super gelaufen, hat sich automatisiert“. Zuerst der NÖN Talente Wettbewerb, dann Kiddy Contest, die große Chance und schließlich als bisheriger Höhepunkt „The Voice Kids“. Da war auch nie irgendeine Scheu oder Schüchternheit, vor Menschen zu singen. Ganz im Gegenteil, „es ist ein schönes Gefühl, im Mittelpunkt zu stehen und für Menschen zu singen, sie zu begeistern, das ist schon cool“, schildert Laura. Ihre Natürlichkeit, mit der sie auf den kleinen und großen Bühnen steht , ist ein Talent, dass nicht viele haben.

Normales Mädchen

Trotz des Erfolges ist sie ganz normal geblieben. „Mein Leben ist wie das jedes 17-jährigen Mädchens, außer dass ich an Wochenenden hin und wieder Auftritte habe“, erzählt sie. „Ich gehe genauso in die Schule – die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Zwettl -, habe meine Freunde und so weiter“, fährt sie fort. Auch wenn der Wunsch in ihr wächst, später mal vielleicht professionelle Sängerin zu werden, steht derzeit die Schule im Mittelpunkt. „“Ich will die Matura machen, dann einen Beruf erlernen„, denkt sie laut über ihre nächsten Jahre nach. Die Erlebnisse im Rampenlicht, auf und hinter den großen Bühnen und auf Du und Du mit Stars haben ihr bereits gezeigt, dass es im Musikbusiness auch rauh zugehen kann. “Ich habe mir das alles ein bisserl schöner vorgestellt, als es wirklich ist„, sagt Laura. Eine im Nachhinein gesehen wichtige Erfahrung, sie bleibt am Boden und stürzt sich nicht kopfüber in eine unsichere Zukunft.

Volksmusik

Obwohl sie mit einem englischsprachigem Lied zum Internet-Musikstar avancierte, schlägt ihr Musikerinnenherz ganz besonders für volkstümliche Musik. “Wenn ich bei einem Fest ein volkstümliches Lied anstimme und erlebe, dass die Zuhörer mitsingen, klatschen oder tanzen, das bereitet mir besondere Freude, da kommt auch bei mir eine ganz besondere Stimmung auf„, erzählt sie. Nicht verwunderlich also, dass Andreas Gabalier eines ihrer Vorbilder ist, “den finde ich wirklich cool„, gesteht sie. Natürlich singt sie auch Lieder von ihm, zu hören und sehen auf ihrem eigenen YouTube Kanal. Ihre erste CD mit dem Titel “Wie guat dass i a Madl bin„ ist bereits 2014 erschienen. Zwölf volkstümliche Lieder sind drauf.

Ihr großes Vorbild ist Helene Fischer, “von ihr finde ich fast alle Lieder schön„, sagt Laura. Wenn die Waldviertlerin weiterhin so erfolgversprechend unterwegs ist, erfüllt sich in absehbarer Zeit vielleicht ja ein großer Wunschtraum: ein Duett mit der berühmten Schlagersängerin.

Weitere Informationen unter: www.laurakamhuber.at

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