Tiere im Glück auf Gut Landabichl

Tiere im Glück auf Gut Landabichl

Melanie Kashofer Melanie Kashofer, Tips Redaktion, 27.08.2014 13:46 Uhr

AMSTETTEN. Ihre Tierliebe veranlasste Anita Landa, einen Ort zu schaffen, an dem auch alte und kranke Tiere die Chance auf einen friedlichen Lebensabend haben. Mit Tips sprach sie über ihr Herzensprojekt und die Herausforderungen, denen sie sich tagtäglich stellt.

Vor über zwei Jahren gründete Anita Landa gemeinsam mit ihrer Familie den Verein „Gut Landabichl e.V. Tiere im Glück“. Den Namen des Vereins verdankt sie Freunden und Bekannten, die den wachsenden Tierhof der Familie Landa mit Gut Aiderbichl verglichen. Nachdem die gelernte Bürokauffrau sich schon lange Zeit privat um Tiere aller Art gekümmert und eine Ausbildung zur diplomierten Tiermasseurin und Bewegungslehrerin absolviert hatte, machte Landa durch die Vereinsgründung Nägel mit Köpfen. Sie begann, die zur Verfügung stehende Fläche den Anforderungen gemäß weiter umzubauen, begab sich auf die Suche nach Paten für die Tiere und investierte viel Zeit und Geld in die Verwirklichung ihres Traums. „Es ist meine Bestimmung, mich dem Tierschutz zu widmen“, ist Anita Landa jetzt überzeugt. Und die Wege, auf denen ihre „Patienten“ zu ihr finden, scheinen dies zu bestätigen. Ganz zufällig stößt sie immer wieder auf Tiere, deren Schicksale sie nicht hinnehmen will und setzt sich für sie ein. Momentan beherbergt Gut Landabichl sechs Pferde, fünf Hunde, sieben Katzen, vier Schafe, zwei Ziegen und 16 Hühner und hinter jedem Einzelnen von ihnen steckt eine eigene Geschichte. „Nicht ich habe die Tiere ausgesucht, sondern sie haben mich gefunden“, so Landa.   Unterstützung Für die Familie Landa gibt es nichts Schöneres, als zu sehen, wie sich Tiere aus schlechter Haltung zum Positiven verändern, wenn man ihnen nur Zeit gibt, sich selbst zu finden. Selbst schwer kranke Tiere durften durch die gute Pflege auf Gut Landabichl wieder genesen. Doch ohne Unterstützung von außen ist der Verein selbst nicht überlebensfähig. Gut Landabichl finanziert sich fast ausschließlich über Tierpatenschaften und aus eigener Kasse. Somit wird jede Anschaffung, jeder Umbau und jedes neue Pflegetier zu einem finanziellen Drahtseilakt. Jeden Tag bekommt der Verein mehrere Anfragen für weitere Aufnahmen von Tieren, doch Landa muss meist ablehnen und durch einen momentanen Aufnahmestopp die gute Betreuung der jetzigen Tiere garantieren. Unterstützung erhält sie dabei von mehreren Tierärzten, die ihr immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Konrad Hehenberger und Rudolf Brandstötter kümmern sich um die Kleintiere, Vergis Poulios betreut die Pferde. Neben ihrer Freundin Viktoria Lisec, die der Familie auch in schwierigen Situationen unter die Arme greift, sind Landas Eltern Alfred und Adelheid die wichtigsten Stützen des Vereins. „Meine Eltern stehen immer voll hinter mir und sind diejenigen, die mich immer wieder bestärken und aufbauen“, betont Landa. Gemeinsam ist die Familie Landa immer auf der Suche nach verlässlichen Paten, um das Fortbestehen von Gut Landabichl zu garantieren. Die Paten finanzieren durch einen monatlichen Betrag das Futter und die medizinische Versorgung ihres Patentieres mit. Im Gegenzug können sie die Tiere besuchen, füttern und Zeit mit ihnen verbringen.   Zukunftswünsche Auch mit Geld- oder Futterspenden ist dem Verein sehr geholfen. Momentan wird zum Beispiel Heu für die Pferde gebraucht. Darüber hinaus würde sich Landa sehr über freiwillige Helfer für die Pferdepflege freuen. Vor allem nach ihrer Karenz werden zusätzliche Arbeitskräfte dringend benötigt. Ein Zukunftswunsch ist auch der Bau von Parkplätzen am eigenen Gelände. Doch das Allerwichtigste für Anita Landa ist, die Tiere optimal versorgen zu können, ohne um die Existenz des Vereins bangen zu müssen. Denn für sie ist klar: „Gut Landabichl ist mein Ein und Alles!“ Mehr Infos rund um Gut Landabichl unter www.gut-landabichl.at und www.facebook.com/gut.landabichl  
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