Start der Caritas Haussammlung 2019

Start der Caritas Haussammlung 2019

Reinhard Leeb Reinhard Leeb, Tips Redaktion, 23.05.2019 12:22 Uhr

MOSTVIERTEL/WALDVIERTEL.  4.000 Haussammler kommen im Juni in mehr als 100.000 Haushalte in der Diözese St. Pölten. Die Pfarre St. Georgen am Ybbsfeld im Bezirk Amstetten wurde im Rahmen der Startveranstaltung für ihr besonderes Engagement geehrt.

Am 16. Mai wurde die Caritas-Haussammlung in der Diözese St. Pölten von Bischof Alois Schwarz, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) und Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger, im Dom St. Pölten offiziell gestartet. Im Juni 2019 klopfen wieder mehr als 4.000 Haussammlerinnen und Haussammler an mehr als 100.000 Türen in der Diözese St. Pölten (Wald- und Mostviertel und Zentralraum). „Damit sind sie persönlich ein Teil der größten Solidaritätsaktion im Land NÖ“, betonte Christian Köstler, PfarrCaritas-Leiter in der Diözese St. Pölten. Im Vorjahr hat diese Aktion für Menschen in Not in Niederösterreich 854.800 Euro erbracht. Rund 93.000 Euro davon bleiben in den Pfarren für unmittelbare Nothilfe in der Gemeinde. Weiters konnte – unter anderem - 12.500 Menschen in akuten Notlagen geholfen werden, 25.000 Stunden Unterstützung von Eltern und ihren Kindern durch Familienhelferinnen sowie die Betreuung und Begleitung von 1.200 Kindern psychisch kranker Eltern finanziert werden. Das alles wäre Haussammlung nicht möglich gewesen.

„Die Haussammlung ist ein besonders sichtbares Zeichen gelebter Nächstenliebe. Durch ihren persönlichen Einsatz für Menschen in Not ermutigen die rund 4.000 Caritas Haussammlerinnen und Haussammler auch andere zur Solidarität. In den vielen Begegnungen an den Haustüren laden sie die Menschen in ihren Pfarren ein, zu helfen und einen Beitrag für die Hilfsprojekte von Pfarre und Caritas zu leisten. Sie erfahren im Gespräch die Bedürfnisse der Menschen und sehen wo Not herrscht und Hilfe notwendig ist“, so Hannes Ziselsberger, Caritas-Direktor der Diözese St. Pölten.

„Es ist beeindruckend, dass sich so viele Ehrenamtliche einbringen. Alleine das zeigt uns, dass diese Sammlung ein Erfolg ist und dass Zusammenhalt und Solidarität auch heute gelebt wird. Ich danke Ihnen für Ihren ehrenamtlichen Einsatz, die vielen Stunden, die sie von Haus zu Haus gehen, um den in Not geratenen Menschen zu helfen“, betonte Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister an.

„Sie haben eine Entscheidung getroffen als Haussammlerin und Haussammler die Begegnung mit den Menschen zu wagen. Sie helfen damit, anderen Menschen zu helfen und somit mehr Liebe in diese Welt zu bringen. Sie geben dieser Liebe ein Gesicht“, machte Bischof Alois Schwarz den HaussammlerInnen Mut auf ihrem Weg durch Niederösterreich.

Das Engagement der SammlerInnen und SpenderInnen bei der Haussammlung ermöglicht der Caritas zahlreichen Menschen in Niederösterreich zu helfen. Die Unterstützung reicht von psychosozialer Beratung über finanzielle Nothilfen, bis hin zur Lernunterstützung für SchülerInnen, Projekten für langzeitarbeitslose Menschen, Beratungs- und Therapiestunden in den Familienzentren, Beschäftigungstherapie für Menschen mit Behinderung oder Hospizarbeit am Ende des Lebens. Beim Haussammlungsstart in St. Pölten wurden fünf Pfarren geehrt, die im Vorjahr mit besonderem Engagement, neuen Ideen und viel Einsatz Sammlungserfolge verzeichnen konnten. Es sind dies die Pfarren St. Georgen/Ybbsfeld, Scheibbs, Gottsdorf, Kirchberg/Wild und St. Pölten-Wagram. Die Pfarre mit dem höchsten Ergebnis war 2018 die Pfarre Wieselburg. Im Rahmen der Feier hat Bischof Alois Schwarz die Segensbänder, die als kleines Geschenk den SpenderInnen überreicht werden, für die Haussammlung gesegnet.

Verwendung der Spendenmittel vor Ort in Niederösterreich> Dringend gebraucht werden die Spendenmittel ganz besonders für die Aufgaben der Sozialberatungsstellen der Caritas, die zu einer sehr gefragten Anlaufstelle für hunderte Menschen in Notsituationen geworden sind.

> Die rasche Katastrophenhilfe gemeinsam mit den Pfarren, z. B. nach Hochwasser oder Bränden wo der unmittelbare Wohnraum betroffen ist wird aus diesen Spenden möglich.

> Auch ein Teil der Finanzierung der 18 Beratungsstellen von Rat und Hilfe, wo viele Menschen mit persönlichen und familiären Problemen Unterstützung finden, ist nur durch diese Spenden sichergestellt.

> Eigene Stärken erkennen, Gemeinschaft erleben und positive Energie tanken – das alles passiert bei KIPKE, einem Caritas-Projekt für Kinder psychisch kranker Eltern. 1.200 Kinder hat die Caritas in den letzten Jahren betreut.

> Immer stärker nachgefragt wird auch das hilfreiche Angebot der Kompetenzstelle Demenz, hier wird betroffenen Familien vor Ort, kostenlos eine Beratung in dieser schwierigen familiären Situation geboten.

> Auch die Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase durch den Mobilen Hospizdienst erfordert den Einsatz von Geldern aus der Caritas-Haussammlung.

> Die Spenden benötigt die Caritas auch für Lerncafes in der Diözese, wo Kinder in der NMS begleitet und gefördert werden.

> 10 Prozent der Spenden verwenden die Pfarren unmittelbar und unbürokratisch vor Ort für die Nothilfe in der Pfarre.

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