„Ich will nicht, dass wir am letzten Spieltag um die Klasse kämpfen“

Philipp Seelmann, Leserartikel, 31.07.2012 13:00 Uhr

AMSTETTEN. Der neue SKU-Trainer Heinz Thonhofer spricht kurz vor dem Saisonstart im Tips-Interview mit Philipp Seelmann über die Vorbereitung, die zahlreichen Neuzugänge und seine Ziele für den Amstettner Regionalligisten.

Tips: Herr Thonhofer, wie ist der Kontakt mit dem SKU zu Stande gekommen?Thonhofer: Der Kontakt war immer gegeben mit Horst Stiebel, der in Waidhofen sportlicher Leiter war zu meiner Zeit und wir sind immer in Verbindung geblieben. Wie es geheißen hat in Amstetten wird es einen anderen Trainer geben, habe ich Interesse bekundet wieder in der Regionalliga tätig zu sein, aber unter der Voraussetzung, dass es mit meinem Beruf vereinbar ist. (Anm.: Polizei in Leoben im Innendienst). Es wurde die Möglichkeit geschaffen, dass ich acht Stunden pro Woche in Leoben bin, und das immer montags. Diese Vereinbarung läuft auf zwei Jahre, mit Amstetten wird es eine längerfristige Zusammenarbeit geben.Tips: Wer war bei den Transfers federführend?Thonhofer: Ich habe vollstes Vertrauen zur sportlichen Leitung, da die die Spieler besser als ich kennen. Der Gedanke war Spieler aus der Region zu holen, das ist auch zu 90 Prozent gelungen. Damit sich das Publikum mit der Mannschaft auch identifizieren kann. Weiters ist bei den Neuzugängen auch eine gewisse Qualität vorhanden. Einzig beim Stürmer Daniel Brauneis, dem ich zum dritten Mal nachgelaufen bin, habe ich den Kontakt hergestellt und jetzt hat es endlich geklappt. Bei den Torhütern ist der Weg mit zwei Jungen eingeschlagen worden, die sich um die Nummer eins duellieren müssen.Tips: Warum ist bei dem Umbruch in der Mannschaft kein neuer Verteidiger verpflichtet worden? Thonhofer: Es war hier kein Handlungsbedarf gegeben. Wir haben auch die Option mit Michael Achleitner als Innenverteidiger und ansonsten haben wir auf allen defensiven Positionen mehrere Spieler zur Auswahl.Tips: Wie sind Sie mit den Neuverpflichtungen zufrieden?Thonhofer: Ich bin mit jedem Einzelnen sehr zufrieden. Sie sind alle mit einer großen Begeisterung dabei. Vieles ist neu, und es gibt eine Rieseneuphorie, die wir in etwas Positives umsetzen wollen. Dabei wäre ein guter Start sehr wichtig. Nach dem unglücklichen Cup-Aus gegen Schwechat gilt jetzt vollste Konzentration auf die Meisterschaft.Tips: Wie fällt Ihr Resümee der Vorbereitung aus?Thonhofer: Positiv, denn sie war sehr intensiv. Ich habe gemerkt, dass die Mannschaft willig ist und bereit gut zu arbeiten. Die Trainingsintensität war höher als früher, aber das war wichtig, um die körperliche Fitness zu bekommen. Mit den Resultaten war ich durchwegs sehr zufrieden. Wir waren oft die dominierende Mannschaft am Platz, aber mit einigen Fehlern haben wir den Gegnern zu Toren verholfen. Diese Fehler müssen wir minimieren. Tips: Was sind Ihre taktischen Vorstellungen für den SKU?Thonhofer: Ich habe gewisse Ideen für unsere Heim- und Auswärtsspiele. Natürlich werden wir uns auf jeden Gegner individuell einstellen und unser Spiel anpassen, denn Stärken und Schwächen eines Gegners muss man immer berücksichtigen. Ebenso wird auch die Formation dem Gegner immer angepasst werden. Wir sind nicht so vermessen und sagen wir spielen unser Spiel komme wer will. Allgemein wollen wir mehr Ballbesitz als der Gegner haben, das sollte unsere Spielweise prägen. Die spielerische Qualität dafür ist definitiv vorhanden.Tips: Was ist Ihr Ziel für das erste Spiel gegen Stegersbach?Thonhofer: Unser erstes Heimspiel wollen wir mit den Zuschauern im Rücken gewinnen. Mit der Unterstützung der Fans sollte uns das auch gelingen.Tips: Wie lautet ihr Saisonziel?Thonhofer: Ich will keinen Druck auf die Mannschaft ausüben, aber mit einem guten Start kann alles passieren. Wir wollen in der Entwicklung nach oben schauen und uns im gesicherten Mittelfeld festsetzen. Weiters will ich nicht, dass wir am letzten Spieltag der Meisterschaft um die Klasse kämpfen. Längerfristig sollte man auch immer Ziele haben, und das Umfeld hier kann einiges bewegen und ist für höhere Aufgaben tauglich.Tips: Haben Sie in der Steiermark die Ostliga mitverfolgt?Thonhofer: Ehrlich gesagt habe ich dem wenig Beachtung geschenkt, da ich in der Steiermark mit einer anderen Liga beschäftigt war. Ich habe mich im Internet hin und wieder über die Resultate informiert. Näher damit befasst habe ich mich seit meinem Engagement in Amstetten.Tips: Wer wird Ihrer Ansicht nach um den Aufstieg und um den Abstieg mitspielen?Thonhofer: Der FAC ist aufgrund der Verpflichtungen ein Favorit, die Rapid Amateure können zwar nicht aufsteigen, werden aber wieder vorne mitspielen, ebenso der Wiener Sportklub. Beim Abstieg lehne ich mich nicht hinaus und gebe keine Prognosen ab. Unten wird es wieder sehr knapp werden, und mit einem guten Start wollen wir vermeiden, dass wir auch dort landen.
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