Königsberger-Ludwig zur Sozialhilfe Neu: „Kinder sind die größten Verlierer“

Königsberger-Ludwig zur Sozialhilfe Neu: „Kinder sind die größten Verlierer“

Reinhard Leeb Reinhard Leeb, Tips Redaktion, 24.04.2019 14:10 Uhr

MOSTVIERTEL. Drei armutsgefährdete Geschwister verlieren mindestens 213 Euro im Monat.

„Kinder in jedem Bundesland sind die großen Verlierer der Kürzungen durch die Bundesregierung“, stellt die für Kinder- und Jugendhilfe zuständige Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) nach eingehender Analyse des Sozialhilfe-Grundsatzgesetzes fest.

„In Niederösterreich etwa verlieren drei armutsgefährdete Geschwister mindestens 213 Euro monatlich, vier Geschwister sogar 372 Euro“, rechnet Königsberger-Ludwig vor. Da das Gesetz auch für Kinder statt Mindeststandards nur starre Obergrenzen vorsieht, könnten die Verluste je nach Regelung in den Bundesländern sogar noch wesentlich höher ausfallen.

„Bei benachteiligten Kindern zu sparen, hat nichts mit Leistungsgerechtigkeit zu tun“, stellt die Landesrätin fest. „Im Gegensatz zu Menschen mit niedrigem Bildungs- oder Sprachniveau, die sich zumindest theoretisch durch eigenes Zutun von der pauschalen Kürzung befreien können, sind Kinder den Verschlechterungen wehrlos ausgesetzt.“

Sie erinnert daran, dass Menschen, die als Kind in Armut leben, im späteren Leben statistisch bildungsferner, ärmer, öfter und länger arbeitslos und öfter krank sind. „Das ist eine lose-lose-Situation – für die Kinder und für die Allgemeinheit. Ich fordere die Bundesregierung auf, diese unsozialen und ziellosen Kürzungen vor Beschlussfassung nach Ostern zu überdenken“, so Königsberger-Ludwig abschließend.

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