Mobile Pflege: Daheim in den eigenen vier Wänden versorgt werden

Michaela Primessnig, Leserartikel, 27.09.2012 14:00 Uhr
ARBING, BEZIRK. Im Jahr 2008 hat Maria Schweiger einen Schlaganfall erlitten. Seither benötigt die heute 87-Jährige intensive Pflege. Die Tochter Margit Haberbauer kümmert sich um ihre Mutter und wird dabei von Diplomkrankenschwestern und Altenfachbetreuerinnen des Roten Kreuzes unterstützt.Ein Besuch bei einer Pflegebedürftigen. Maria Schweiger sitzt in einem Pflegebett mitten im Wohnzimmer. Über Gäste freut sich die 87-Jährige immer. In der Familie war man das immer so gewohnt. „Ich bin so froh über die gute Betreuung und das Wichtigste ist, dass ich daheim bleiben kann, wo ich mich wohl fühle“, erklärt die Arbingerin.Ingrid Aschauer und Michaela Hercog haben sich auch Zeit genommen. Die beiden berichten gemeinsam mit Margit Haberbauer über ihren Alltag. Zwei Wochen wird Maria Schweiger von einer 24-Stunden-Pflege umsorgt, die anderen zwei Wochen kommt Tochter Margit ins Haus. Die 54-Jährige hat schon mehrere Personen in der Familie betreut: „Ich sage immer, irgendwie muss es ja weitergehen.“ Dass sie sich um ihre Mutter kümmern kann, ist der Naarnerin ein wichtiges Anliegen: „Es wäre aber nicht möglich, wenn ich keine Unterstützung hätte.“ Zweimal am Tag kommt jemand vom Roten Kreuz, um bei der Körperpflege und anderen Dingen zu helfen.„Oft holen sich die Angehörigen die Hilfe viel zu spät“, weiß Ingrid Aschauer. Dass sich Tochter Margit mit der Unterstützung durch die Mobilen Dienste für diesen Weg entschieden hat, wird hier mit größter Wertschätzung gesehen. „Wir kommen 45 Minuten oder höchstens eine Stunde, aber die Angehörigen müssen Tag und Nacht da sein“, betont Michaela Hercog.Zu vielen Menschen kommen die Mitarbeiterinnen des Roten Kreuzes schon seit vielen Jahren, so auch zu Maria Schweiger. Schon vor dem Schlaganfall haben sie und ihr Mann das Angebot genutzt.„Für viele ist es einfach wichtig, dass jemand kommt. Das gibt den Leuten eine gewisse Sicherheit“, weiß Ingrid Aschauer. Dabei geht es nicht nur um die physische Hilfestellung, sondern auch um den persönlichen Kontakt. Maria Schweiger freut sich einfach, wenn die netten Damen vom Roten Kreuz kommen. Es ist unübersehbar, dass sie für die 87-Jährige zu Lebensgefährtinnen geworden sind, die sie ins Herz geschlossen hat, weil sie es ihr ermöglichen, zu Hause bei ihrem Mann ihren Lebensabend zu verbringen.ZUR INFO: Benötigt man Unterstützung bei der Pflege eines Familienmitgliedes, wendet man sich am besten an den nächstgelegenen sozial-medizinischen Stützpunkt. Diese gibt es in Perg, Baumgartenberg, Pabneukirchen und Grein (Rotes Kreuz), Schwertberg (Volkshilfe) und St. Georgen/Gusen (Caritas). Dort werden Sie über das Angebot und die verschiedenen Möglichkeiten informiert. Mobile Betreuung im Bezirk 24 Mitarbeiter betreuten im Jahr 2011 351 Klienten. Insgesamt wurden 24.166 Hausbesuche übernommen. Hauskrankenpflege 16 Diplomkrankenpfleger/-innen betreuten 256 Patienten. 15.657 Hausbesuche wurden von diesen Mitarbeitern getätigt. Heimhilfe Sieben Mitarbeiter betreuten im vergangenen Jahr 156 Klienten und waren bei 5801 Hausbesuchen im Einsatz.
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