Lehár Festival: „Es geht ums nackte Überleben“

Lehár Festival: „Es geht ums nackte Überleben“

Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 21.11.2014 12:00 Uhr

BAD ISCHL/WIEN. Einen ungewöhnlich weiten Ausblick gibt Intendant Michael Lakner für die Zukunft des Lehár Festivals: Mit einem Fünf-Jahres-Spielplan will er die touristische Vermarktung erleichtern. Die  finanzielle Situation des Festivals sei jedoch prekär.

„Am  schwierigsten war, jetzt schon die perfekten Sänger bis ins Jahr 2019 zu finden, weil man mit Entwicklungen von Stimmen umgehen muss“, erklärte Lakner bei der Präsentation im Wiener Haus  der  Musik,  warum  viele Theater- oder Festspielbetriebe eine  derartig  langfristige  Planung scheuen. Konkret soll es in den nächsten fünf Jahren sieben Ischler Erstaufführungen geben –  unter  anderem  Lehárs  „Juxheirat“ und Kálmáns „Kaiserin Josefine“. Dazu will Lakner die Praxis der letzten Jahre weiterführen, auch absolute Raritäten des Genres hervorzuheben. Der Intendant hob vor allem die Wirkungsorientiertheit  des  Lehár Festivals  hervor: „Alte  Stoffe werden in modernem Gewand und neuen Sichtweisen gezeigt, die Festspiele stehen für freche und frivole Interpretationen des Genres.“ Applaus für nackte Tatsachen Auf die finanzielle Lage des Festi- vals angesprochen meinte Michael Lakner: „Es ist Zeit, auf die prekären Zustände aufmerksam zu machen und die Menschen wachzurütteln über die Produktionsbedingungen der Festspiele.“ Trotz Nominierungen zum „Opernhaus des Jahres“ und dem „Deutschen Schallplattenpreis“  müsse  man mit einem Etat von 2000 Euro ein komplettes Bühnenbild erstellen. „Wir fahren seit Jahren unter dem Limit. Es geht nicht mehr. Es geht ums nackte Überleben!“Um den Ernst der Situation zu verdeutlichen, ließen Lakner und der „Hausregisseur“ des Festivals, Leonard Prinsloo, am Ende der Pressekonferenz die Hüllen fallen. Belohnt wurde diese Aktion mit Jubel vom anwesenden Ensemble, das über die beiden einen symbolischen „Geldregen“ niederprasseln ließ.
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