Forscher entdeckten neues Höhlensystem auf Hoher Schrott
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Forscher entdeckten neues Höhlensystem auf Hoher Schrott

Hans Promberger Hans Promberger, Tips Redaktion, 23.09.2013 15:39 Uhr

BAD ISCHL. Auf eine exakt 1841 Meter lange Höhle mit einer maximalen Tiefe von 168 Metern stießen Mitglieder des Landesvereins für Höhlenkunde auf der Hohen Schrott. Sie trägt nun den Namen des 1986 nahe der Mitteralm verunglückten Höhlenforschers Fridolin Schilcher.

Die neu entdeckte Höhle liegt östlich von Bad Ischl zwischen Hinteralm und Mitteralm, südlich des Ramaikogels auf ca. 1400 Meter Seehöhe. Den Haupteingang bildet ein 40 Meter tiefer, senkrechter Schacht. Über weitere Schächte und Engstellen gelangt man in 100 Metern Tiefe in einen großen horizontalen Gang. Dieser hat einen bemerkenswerten Durchmesser von bis zu zehn Metern. „Gänge in dieser Größe kommen in Gebiet der Hohen Schrott nur sehr selten vor“, so Höhlenforscher Clemens Tenreiter. Insgesamt fand man sechs Eingänge und Schächte, die alle in diesen Hauptgang münden. Bei bisher sieben Touren entdeckten die Forscher neben großen Hallen und Gängen auch eine Vielzahl an Tropfsteinen, Versinterungen und Fossilien. „Die Fridolin-Schilcher-Höhle ist die derzeit zweitlängste Höhle der Hohen Schott. Länger ist nur das ,Offenbarungssystem“ mit 3,8 Kilometern in der Hinteralm„, erläutert Tenreiter. Heuer vermaß man bereits über 50 neue Höhlen, darunter auch einen über 80 Meter tiefen Direktschacht westlich der neu entdeckten Höhle. Mittlerweilen dokumentieren Höhlenkundler 323 erforschte Höhlen im Gebiet der Hohen Schrott.
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