Stadtpfarrkirche Bad Ischl wird um eine Million Euro modernisiert

Hans Promberger Hans Promberger, Tips Redaktion, 17.02.2017 15:20 Uhr

BAD ISCHL. Eine „Jahrhundertinvestition“ steht der Stadtpfarrkirche bevor. Für knapp eine Million Euro wird sie saniert und teilweise neu gestaltet.

Auf das Team um Architekt Christian Neureiter kommt Einiges an Arbeit zu. Bodenschäden und gewaltige Risse in den Fresken müssen ausgebessert werden. 20 undichte Fenster, Seitenaltäre, Mosaike und historische Kaiserstühle sollen wieder in neuem Glanz erstrahlen. Zudem müssen Stromleitungen, Heizung und Tonlage völlig erneuert werden. Durch den Umstieg auf LED-Lampen wird der Stromverbrauch der Beleuchtung von acht auf künftig zwei Kilowatt sinken, trotzdem verdoppelt sich die Helligkeit im Gotteshaus.

Taufbecken kommt zum Haupteingang

Die Pfarre will die Gelegenheit nutzen, den Kirchenraum zu verändern und – nach über 50 Jahren provisorischer Lösungen – liturgisch neu zu gestalten. So wird zum Beispiel der Taufstein zum Hauptportal verschoben. „Dort entsteht ein würdiger Rahmen für Taufen und Verabschiedungen. Außerdem wird damit die Rolle der Taufe als “Torsakrament„ verdeutlicht“, sagt Pfarrer Christian Öhlinger. Zudem will man die strenge Trennung zwischen Altarraum und Kirchenschiff weiter aufbrechen. Die Absicht: Die Pfarrgemeinde soll sich mehr in der „Mitte“ als im „gegnüber“ finden können. Künstlerin Inge Dick wird dafür den Innenraum der Kirche mit den bereits dominierenden Farben Rot, Grün und Gold neu gestalten.

Zu Adventbeginn soll Kirche in neuem Glanz erstrahlen

Die Arbeiten werden zu Ostern im Bereich des Hauptportals beginnen. In dieser ersten Bauphase ist die Kirche nur über den Seiteneingang benutzbar. Ab Ende August startet die Einrichtung des dringend erforderlichen barrierefreien Seiteneingangs für Rollstühle und Kinderwägen. Ab dann werden die Gottesdienste bis zum Advent in der Kalvarienbergkirche und im Pfarrsaal gefeiert. „Am dritten Adventsonntag möchten wir mit Bischof Manfred Scheuer die Fertigstellung feiern“, sagt Öhlinger. Diözese Linz, Landesregierung bei und die Stadtgemeinde Bad Ischl beteiligen sich an den Renovierungskosten. Die verbleibenden 600.000 Euro muss die Pfarre aus Eigenmitteln und mit Hilfe der „Freunde der Stadtpfarrkirche Bad Ischl“ aufbringen. Der Verein plant zahlreiche Aktivitäten, um Spenden zu lukrieren.

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