Anschobers Bilanz zum Hochwasserschutz: „Einige Grundeigentümer bereiten uns große Probleme“

Gerald Ecker, Leserartikel, 14.08.2012 10:00 Uhr
INNVIERTEL/OÖ. Zehn Jahre sind vergangen, seit im August 2002 das verheerende Jahrhunderthochwasser das Land Oberösterreich heimgesucht hat. Dieser Jahrestag war auch für den zuständigen Landesrat Rudolf Anschober (Grüne) der Anlass, über den Hochwasserschutz in Oberösterreich zu berichten. Demnach wurden in den letzten zehn Jahren landesweit 500 Schutzprojekte verwirklicht und dafür fast 430 Millionen Euro investiert. 269 Schutzprojekte seien in Arbeit, weitere 104 in Planung. Ein wichtiges Instrument des Hochwasserschutzes seien die naturnahen Rückhaltebecken. Anschober: „Für diesen naturnahen Hochwasserschutz braucht es besonders stark die Unterstützung durch Grundeigentümer.“ In den meisten Fällen seien die Grundeigentümer auch „höchst solidarisch“. Aber: „In Einzelfällen“, erzählt der Landesrat, „bereiten uns einige Grundeigentümer jedoch große Probleme“, Schutzprojekte würden dadurch seit Jahren verzögert.Wasserverband AcheIm Wasserverband Ache seien dies zwei Projekte. Erstens das Rückhaltebecken Eidbach, Gemeinde Waldzell, wo die Anrainer seit Jahren blockieren würden. „Das Becken hätte schon fertig sein können und hätte die gewaltigen Schäden am 20. Juni 2012 verringert“, heißt es aus dem Büro des Landesrates. Und auch beim Rückhaltebecken am St. Veiterbach ziehen sich die Verhandlungen mit einem Grundbesitzer über Jahre.Wasserverband MattigAuch im Wasserverband Mattig würden drei Projekte blockiert. Beim Hochwasserschutz Schneegattern ebenso wie bei den Schutzprojekten Helpfau-Uttendorf und Pfaffstätt. In Pfaffstätt seien es zwei Grundbesitzer, die eine Umsetzung verzögern. „Hier wird die Enteignung beantragt“, stellt die Sprecherin des Landesrates fest.Anschober unterstreicht: „Mein Appell richtet sich an die Wenigen, die massive Verzögerungen verursachen. Wir brauchen Tempo bei der Umsetzung, denn niemand weiß, wann das nächste große Hochwasser kommen wird. Es kann in zwanzig Jahren sein, aber auch in zwei Wochen. Wir wissen nur, dass es kommen wird.“
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