Erreichtes, Verpasstes und eine Wunschliste: Klaus Prexl zieht Bilanz

Gerald Ecker, Leserartikel, 26.09.2012 10:00 Uhr

BRAUNAU. Eine Ära geht zu Ende. Vierzehn Jahre lenkte Klaus Prexl als Vorsitzender die Geschicke des Tourismus Braunau. Bei der jüngsten Vollversammlung legte der 63-Jährige die Bilanz über seinen Vorsitz vor - und eine Wunschliste.

Klaus Prexl schickte in der Vollversammlung am Mittwoch, 19. September, voraus: In den vierzehn Jahren sei der Budgetrahmen (im Jahr 2012 rund 275.000 Euro) immer eingehalten worden, der Rechnungsabschluss war stets positiv. Danach erinnerte Prexl an die erfolgreichen Projekte unter seinem Vorsitz. Eine Auswahl: Der Tourismus Braunau erhielt sein heutiges Büro und wurde räumlich aus dem vorher „stiefmütterlichen Dasein“ befreit; zudem begann der Tourismusverband mit Auftritten auf Messen in Österreich, Deutschland und der Schweiz für Braunau zu werben und entwickelte zahlreiche Karten, Führer und die Drei-Tages-Packages. „Das Highlight überhaupt“, sagte Prexl, „war 2004, als die Idee für die Landesausstellung geboren wurde.“ „2012 ein Riesenerfolg“Als einer der Väter dieser vielbeschworenen Jahrhundertchance kann Klaus Prexl heute festhalten. „Die Landesausstellung ist ein Riesenerfolg.“ Dazu ein paar Zahlen. Heuer kamen in das Tourismusbüro am Stadtplatz dreimal so viele Besucher mit ihren Anfragen wie in anderen Jahren. Die Übernachtungen in Braunau lagen im Juli um 21 Prozent über dem Vorjahreswert, im August sogar um 61 Prozent. Und neben den drei Hauptausstellungen in Braunau-Ranshofen, Mattighofen und Burghausen erfreut sich auch die Sonderausstellung in der Herzogsburg eines großen Besucherinteresses.Sieben WünscheAber auch Vorhaben, die er nicht durchsetzen konnte, sprach Prexl an. „Vertane Chancen“ nannte er diese und zählte vier davon auf: das Dokumentationszentrum zum Nationalsozialismus, ein Museum für die Sammlung Kronberger, eine Kneippanlage sowie einen Golfplatz auf Braunauer Stadtgebiet. Um einige dieser Chancen doch noch zu nutzen, präsentierte der scheidende Vorsitzende noch sieben Wünsche für die Zukunft des Tourismus Braunau: das Dokumentationszentrum als „Haus der Geschichte“ umsetzen und eine Museumsstraße installieren, die Jugendherberge zurück in die Innenstadt, eine Tiefgarage unter dem Unionsportplatz, zusätzliche WC-Anlagen sowie „dass die Flohmärkte wieder genehmigt werden; und endlich einmal einen Würstelstand am Stadtplatz“.Walter Aumayr dankte Klaus Prexl für „seinen Totaleinsatz für den Tourismus Braunau“ und bemerkte: „Klaus Prexl hat uns mit seinem Elan mitgerissen, aber gelegentlich auch durcheinandergewirbelt.“ Die Vollversammlung wählte die neunköpfige Tourismuskommission, die wiederum am Donnerstag, 27. September, den neuen Vorsitzenden kürt.

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