Ein Zeichen gegen das Vergessen

Sabrina Reiter Sabrina Reiter, Tips Redaktion, 16.05.2017 08:56 Uhr

BRAUNAU. Viele Zuhörer verfolgten die Worte von Bürgermeister Johannes Waidbacher und Charlotte Herman, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Oberösterreich, bei der diesjährigen Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Nationalsozialismus.

„Die jährliche Gedenkstunde ist ein Zeichen, dass wir etwas gegen das Vergessen tun“, betonte Bürgermeister Johannes Waidbacher bei der diesjährigen Gedenkstunde für die Opfer von Krieg und Nationalsozialismus am Freitag, 12. Mai. Er bedauert, dass Braunau immer wieder ins rechte Eck gedrängt werde, dabei sei es eine Stadt wie jede andere. Aber auch er stellt fest, dass antidemokratische Tendenzen in ganz Europa aufgrund der Entwicklungen in den letzten Monaten und Jahren immer spürbarer werden und wünscht sich, dass Europa aus den Fehlern des vergangenen Jahrhunderts lernt. Wachsam sein und Zivilcourage zeigen sei jetzt angesagt.

Menschen sollten sich mit Geschichte auseinandersetzen

Diesjährige Gastrednerin war die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde Oberösterreich Charlotte Herman. Sie erzählte die Geschichten einiger Auschwitz-Überlebender und ist sich sicher: Wenn sich mehr Leute mit der Vergangenheit ihrer Eltern und Großeltern auseinandersetzen würden, würden sie heute vieles anders sehen. Sie weiß aber auch, dass dies oft schwierig ist, denn nicht nur viele ehemalige Nazis, auch einige Juden verbergen ihre Vergangenheit lieber, und zwar aus Angst, ihren Kindern könnte irgendwann dasselbe passieren.

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