Ein Herzensanliegen: die Kinder im Heim in Temesvar in Rumänien

Brigitte Sickinger Brigitte Sickinger, Tips Redaktion, 30.10.2017 12:37 Uhr

BRUCK-WAASEN. Zweimal war heuer schon eine Abordnung des Vereins „Ried im Innkreis hilft Rumänien“ mit hochwertigem Milchpulver und dringend benötigten Medikamenten in dem von ihm unterstützten Säuglingsheim in Temesvar. Eine Herzensangelegenheit ist diese Hilfsaktion auch nach wie vor vom ehemaligen Volksschuldirektor von Waizenkirchen, Josef Bauer.

Josef Bauer, der mit seiner Familie in Bruck-Waasen lebt, hilft seit 2004 tatkräftig mit, um den Kindern in Rumänien möglichst viel Unterstützung zukommen zu lassen.

Hilfsfahrt im November

Eingekauft und finanziert werden bei jeder Fahrt auch Spezialnahrung gegen Durchfallserkrankungen, Lebensmittel sowie Pflege- und Waschmittel. Die Vorbereitungen für eine dritte Hilfsfahrt Ende November laufen bereits auf Hochtouren. Und jedes Mal hören die Helfer aus Oberösterreich dieselbe bange Frage der Heimleiterin in Temesvar nach einem nächsten Mal.

Einziger Unterstützer

„Als einzig verbliebener Unterstützer tragen wir besondere Verantwortung“, so Obfrau Anneliese Hois. „Seit mittlerweile 27 Jahren engagieren wir uns für diese humanitäre Einrichtung mit rund 80 Plätzen. In dieser langen Zeit konnten wir dank großzügiger Spenden aus Oberösterreich ganz viel wertvolle Aufbauarbeit leisten. Nun soll der vergleichsweise gute Standard gehalten werden.“

Ans Herz gewachsen

Josef Bauer sind die Kinder in Rumänien längst ans Herz gewachsen: „Die Stabilisierung des Gesundheitszustandes der Kinder in dieser Einrichtung, einer Mischform zwischen Säuglingsheim und Krankenhaus für mangelernährte Kinder, ist für uns alle ein ganz besonderes Herzensanliegen“.

Aus Verzweiflung ins Heim

„Viele Familien geben ihre Kleinen aus Verzweiflung ins Heim, weil sie sie nicht ernähren können bzw. ihnen das Geld für medizinische Betreuung und nötige Medikamente fehlt. Aufgepäppelt mit ausgewogener Ernährung und Heilnahrung sollen sie ihren Eltern wieder anvertraut werden können“, erklärt Bauer.

Leben auf der Straße

Die Korruption in Rumänien – einem der ärmsten Länder Europas – „blüht“ leider auch im Gesundheitswesen, und von staatlicher Seite gibt es viel zu wenig Zuwendung. Leidtragende sind die Bedürftigen, Schwachen und Kranken. Viele Kinder und Jugendliche leben auf der Straße und in Großstädten sogar in unterirdischen Kanalanlagen.

Land der Gegensätze

„Die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander. Diese Gegensätze sind überall spürbar, so herrscht zum Beispiel im Raum Temesvar rege Bautätigkeit, wovon Bewohner in armseligen Behausungen nur träumen können. Erschwert wird die triste Lage obendrein noch durch eine extrem hohe Arbeitslosigkeit“, so Bauer weiter.

Großherzigkeit der Spender

Für die Fortführung dieses humanitären Projekts ist der Verein allerdings weiterhin auf die Großzügigkeit und Großherzigkeit der Spender angewiesen. In diesem Jahr umso mehr, da heuer in Ried kein Weihnachtsmarkt stattfinden wird, auf dem die Jahre zuvor der Verein immer mit einem Stand vertreten war.

Spendenkonto des Vereins: AT 50 2033 3000 0002 1337 BIC: SPRHAT21XXX

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