Hybrid-Lok: Umweltfreundlicher Transport für das Salzkammergut

Hybrid-Lok: Umweltfreundlicher Transport für das Salzkammergut

Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 11.05.2019 10:57 Uhr

GMUNDEN/EBENSEE. Mit der feierlichen Loktaufe der HYBRID-Lok Bombardier TRAXX AC3 F140 mit Last Mile Diesel-Aggregat am Steinbruchgelände in Ebensee bekommt nachhaltiger Gütertransport einen Namen und ein Gesicht. 

Die Neuanschaffung „Barbara“ aus der Fahrzeug-Flotte vom Güterverkehr-Betreiber Stern & Hafferl Verkehr ist die neueste Generation der TRAXX Lokomotive. Mit dieser emissionsärmsten Lokomotive Europas, deren Abgas- und Lärmemissionen auf ein Mindestmaß reduziert sind ist der Betrieb auf nicht elektrifizierten Anschlussgleisen und Terminals möglich. Der Vorteil dieser Last Mile Lokomotive besteht darin, dass sie zu 95 Prozent elektrisch (= Emission) und nur zu 5 Prozent mit einem  modernen, kompakten Dieselaggregat betrieben wird, welches über eine effiziente Abgasreinigung verfügt. In Werkshallen oder kurzen Anschlussstrecken kann die Lok auch einzig über die Last Mile Batterie betrieben werden, wobei keine Emissionen anfallen.

Stern & Hafferl Verkehr setzt Trends im modernen Güterverkehr

Mit der Anschaffung der hochmodernen Lok ist Betreiber Stern & Hafferl ein echter Coup im nachhaltigen Güterverkehr gelungen. Seit Generationen hält Stern & Hafferl hohe Standards und den Blick für eine erfolgreiche Zukunft im Fokus ihrer Produkte: Moderne Mobilität - ob für Mensch oder Ware - muss nachhaltig, ökologisch und den höchsten Sicherheitsstandards entsprechend sichergestellt werden. Zudem sind umweltfreundliche Methoden im Gütertransport auch Mindestmaß für die stetige Steigerung der weltweit transportierten Tonnagen.

Mit der Anschaffung der „Bombardier TRAXX AC3 F140“ vereint Stern & Hafferl das Beste aus zwei Welten: Die TRAXX kann sowohl als Elektro- als auch als Diesellok betrieben werden. Auf elektrifizierten Streckenabschnitten ist die neue Lokomotive rein elektrisch unterwegs, um somit Kraftstoff zu sparen und Wartungskosten zu reduzieren. Auf oberleitungsfreien Streckenabschnitten kann in den Dieselbetrieb umgeschaltet werden. Wo ein Fahrdraht existiert, werden Emissionen in Bezug auf Abgas und Lärm, sowie auch Kraftstoff und Wartungskosten reduziert. Diese neue Lok aus dem Hause Bombardier ist eine zukunftsfähige, umweltfreundliche sowie wirtschaftliche Alternative zur herkömmlichen Diesel-Lok.

Nachhaltige Transportkonzepte fördern

„Es führt kein Weg mehr daran vorbei vermehrt nachhaltige Verkehrsträger einzusetzen bzw. nachhaltige Transportkonzepte im Güterverkehr zu verstärken“, erklärt Stern & Hafferl Geschäftsführer Günter Neumann und beruft sich dabei auf wissenschaftliche Studien: „der Transportbereich ist stark vom Erdölpreis abhängig – steigende Erdölknappheit führt einen Preisanstieg im Transportbereich mit sich. Weiters führt der Anstieg des Güterverkehrsvolumens in Europa zu einem Engpass beim Verkehrsträger Straße – logische Alternative ist die Schiene. Und nicht vergessen darf man den Umweltaspekt: Güterverkehr auf der Straße ist einer der umweltschädlichsten Bereiche in der Logistik im Sinne von CO2 Emissionen. Fast ein Drittel der CO2 Emissionen sind in den OECD-Ländern auf den Transport zurück zu führen. Also alle Möglichkeiten, diese Faktoren zu optimieren müssen genutzt werden. Der Einsatz der neuen Lok ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

Versorgungsqualität im Salzkammergut

In der Region Salzkammergut wird seit Jahrzehnten auf die umweltfreundliche Schiene gesetzt. Seit Ende des Jahres 2012 ist Stern & Hafferl Verkehr für die Traktion der Güterzüge der Rail Cargo Group auf der Salzkammergutbahn verantwortlich. Diese regionale Partnerschaft sorgt dafür, den Verkehr nachhaltig und ökologisch auf der Schiene zu sichern sowie die Versorgungsqualität sowohl im Salzkammergut als auch österreichweit sicherzustellen.

Der Einsatz des von Stern & Hafferl nun in Betrieb genommenen Triebfahrzeuges mit modernster Antriebstechnologien, ist ein weiterer Schritt im gemeinsamen Bestreben, die Belastungen für die Anwohner zu minimieren und die Umwelt zu schonen.

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