Landesrätin Verena Dunst sieht viele Herausforderungen im Agrarbereich

Landesrätin Verena Dunst sieht viele Herausforderungen im Agrarbereich

Christoph Breitenfelder, Leserartikel, 30.10.2015 14:20 Uhr

EISENSTADT. Anlässlich „100 Tage Agrarlandesrätin Verena Dunst“ lud die Politikerin aus dem Südburgenland zu einem Pressegespräch auf die Gloriette. Es gebe viele Altlasten, aber sie wolle nicht jammern sondern tun, so die Landesrätin, die viele Bereiche miteinander vernetzen möchte.
 

Mit der neuen rot-blauen Landesregierung hat sich der Aufgabenbereich von SPÖ-Landesrätin Verena Dunst um die land- und forstwirtschaftlichen Agenden erweitert. „Das passt hervorragend, weil ich zwar viel Arbeit und Verantwortung habe, weil es aber auch eine Riesenchance ist, alles miteinander zu verbinden und zu vernetzen“, so die Landesrätin, die ihre bisherigen Kompetenzen wie etwa Familie, Frauen und Konsumentenschutz behielt. Zunächst habe sie viele Gespräche mit in der Landwirtschaft tätigen Menschen, mit den Verbänden und Vereinen geführt. Sie habe viel gelernt und ihr sei unglaubliches Engagement aufgefallen, sagt Dunst. Als Nachfolgerin von Andreas Liegenfeld will sie „die Menschen auf dem Weg mit vielen neuen Ausrichtungen mitnehmen. Es gehören die Rahmenbedingungen so neu gestaltet, dass sich bäuerliche Strukturen und der ländliche Raum besser entwickeln können als in den letzten Jahren“, ließ sie Kritik an ihrem Amtsvorgänger laut werden.

Ausreichend Arbeit für Landesrätin

An Themen und Aufgabenbereichen mangelt es Dunst jedenfalls nicht. Ihr Einstieg sei mit „etlichen Altlasten“ verbunden gewesen. Es habe gleich ein Dürre-Problem gegeben. Für die Zukunft brauche es ein Versicherungsmodell für Hitzeschäden. Die ÖPUL-Zahlungen seien mehr als unsicher gewesen, am 17. November werden diese Ausgleichszahlungen aber jetzt ausbezahlt. Im Mittel- und im Südburgenland beklagt die Landesrätin eine Borkenkäferplage. Bei den Themen Jagd, Fischerei und Tierschutz will Dunst die „Balance zwischen Eingetumsrecht, artgerechter Tierhaltung und Tierschutz“ finden. Es gehe, wie bei vielem im Leben, um gute Kompromisse. Die Genussregionen seien wichtig, es brauche jetzt aber den nächsten Schritt, die Vernetzung. Die Genussakademie in Donnerskirchen müsse sich noch von einer „hervorragenden Weinakademie“ zu einer echten Genussakademie weiterentwickeln.

Regionen und Landwirtschaft entwickeln

Aus der Sicht von Dunst gilt es, die Produzenten zu unterstützen, die Wertschöpfung sei nach oben hin offen, es würden auch zahlreiche Jobs in der Landwirtschaft brach liegen. Sie will verschiedene Bereiche miteinander vernetzen, es gehe zum Beispiel darum, mit Kindern in Sachen Wertschätzung von landwirtschaftlichen Produkten zu arbeiten. Konsumentenschutz ist für sie auch das Schaffen von Bewusstseinsbildung beim Verbraucher. „Die Frage ist, was konsumieren wir und von wo kommt es? Das Kilo Schweinefleisch um 2,99 Euro ist sicher nicht das, was wir wollen und was unserem Köper gut tut“, spricht sie sich für regionale und qualitativ hochwertige Produkte aus: „Regionalität schafft Identität, nicht irgendein Produkt vom Ende der Welt.“

Zu ihrem Verhältnis zur Landwirtschaftskammer sagte die SPÖ-Landesrätin: „Natürlich hatte die Landwirtschaftskammer nicht die riesengroße Freude mit mir, aber das wurde mir gegenüber nie kommuniziert. Es gibt Respekt und ein sehr gutes Zusammenarbeiten, das freut mich sehr.“ Der ÖVP legte sie nahe, auch im Sinne der Landwirtschaft, „sich jetzt nicht bei allem zurückzulehnen und nur die Verena Dunst anpatzen zu wollen“, so die Landesrätin.

 

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