Provokant und anstößig: Stefan Beham liebt es mit seinen Designs zu schockieren

Elena Auinger Elena Auinger, Tips Redaktion, 17.07.2017 11:31 Uhr

ENGELHARTSZELL/LINZ. Unter dem Namen SBÄM Artworks designt Stefan Beham seit einiger Zeit Poster, Cover oder T-Shirts für namhafte Punkrockbands wie Lagwagon, SUM 41, NOFX, Zebrahead oder Turbobier (Tips hat bereits darüber berichtet). Im Interview erzählt der gebürtige Engelhartszeller, der jetzt in Linz wohnt, wie sich SBÄM Artworks entwickelt hat, welche Aufträge er bereits an Land ziehen konnte und warum er jetzt unter die Festival-Organisatoren gegangen ist.

Tips: Wie hat sich SBÄM Artworks seit den Anfängen entwickelt?

Stefan Beham: Sehr gut eigentlich. Die Anfragen häufen sich und die anklopfenden Band-Namen werden bekannter. Ich kann mich also nicht beklagen.

Tips: Was war heuer bisher Ihr größter Erfolg?

Beham: Mein bisher größter Auftrag war bis jetzt sicher das Design einer 30 Meter langen Wand in Linz. Das war schon irgendwie krass. Erfolge gab es heuer viele. Stolz bin ich auf jeden Fall auf das Artwork der neuen Russkaja- oder Turbobier-Platte. Oder auf mein erstes Magazin-Cover-Design fürs New Noise Magazine mit Sitz in Kalifornien. Fein war auch endlich mal was für Pennywise machen zu dürfen. Im Großen und Ganzen steht aber nicht die Größe des Auftrags im Vordergrund, sondern der jeweilige Output.

Tips: Was ist die größte Herausforderung bei Ihrer Arbeit?

Beham: Etwas Neues zu schaffen bzw. etwas Unverkennbares zu entwickeln. Und natürlich die Zufriedenheit der Kunden.

Tips: Einige Ihrer Werke sind durchaus provokant: warum? Was möchten Sie damit erreichen?

Beham: Es macht einfach verdammt viel Spaß provokante Sujets zu entwicklen, die viele Leute anstößig finden bzw. über die gesprochen wird. Es gibt beispielsweise sehr viele schöne Poster und das war es dann auch schon. Sie sind schön, bleiben aber meistens nicht in Erinnerung. Natürlich muss ein Bild nicht provokant sein um in Erinnerung zu bleiben, aber ich liebe es Dinge zu zeigen die andere eventuell schockieren. Leider geht das nicht immer bzw. viel zu selten.

Tips: Was wäre ein „Traumauftrag“ für Sie?

Beham: Traumaufträge gibt es viele. Cover-Designs für Magazine zum Beispiel. Oder auch Snowboard-, Skateboard- und Helm-Designs fände ich klasse. Und natürlich wäre es mal mega was für Green Day, Blink 182, Bad Religion, Rise Against oder Frank Turner zu machen. Also, wenn das jetzt einer von den Herrschaften liest, ich bin bereit. Einfach melden.

Tips: Was war Ihr bisher ungewöhnlichster Auftrag?

Beham: Die 30 Meter Wand- bzw. Zaungestaltung ist da sicher ganz weit vorne. Ansonsten ist, wenn man in den Artworks oft mit Totenköpfen, nackten Frauen usw. arbeitet, so schnell nichts mehr ungewöhnlich.

Tips: Sie sind jetzt auch unter die Festivalveranstalter gegangen: Wie ist es dazu gekommen?

Beham: Das Veranstalten von Konzerten hat mich schon immer fasziniert bzw. interessiert. Und seit dem stetigen Erfolg von SBÄM, war das dann nur noch eine Frage der Zeit Artworks für Bands und Konzerte zu verbinden. Angefangen hat das ganze dann im letzten Jahr mit dem Band-Booking für den Auerhahn in Linz. Der nächste Schritt ist jetzt ein erstes (kleines) Festival, das bei guter Resonanz in Serie gehen soll. Pläne dafür gibt es schon und warten nur noch auf Verwirklichung.

Tips: Worauf dürfen sich die Besucher des Festivals freuen?

Beham: Auf ein sehr, sehr gutes Line Up, eigens für das Fest kreierte Shots. Und darauf hervorragende Bands, die im Sommer hauptsächlich auf Festival-Tour sind, in Wohnzimmer-Atmosphäre genießen zu dürfen. Es wird heiß werden. Wichtig ist es mir auch zu erwähnen, dass der gesamte Erlös der Tickets ungefiltert an wohltätige Einrichtungen geht. Also abrocken für den guten Zweck.

Tips: Wo soll der Weg von SBÄM in den nächsten Jahren hinführen?

Beham: Der Plan ist auf jeden Fall für noch mehr Bands Artworks zu gestalten, auch Genre übergreifend und bekannter zu werden. Und natürlich das SBÄM Fest in Österreich und über die Grenzen hinweg zu etablieren und zu einem Pflichttermin im Festival-Kalender werden zu lassen.

 

Termin:

SBÄM Fest, 20. bis 23. Juli im Gei in Timelkam, Karten direkt vor Ort erhältlich; Der Ticketerlös wird an wohltätige Einrichtungen gespendet.

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