Tag zwei: Auf den Spuren der Legio II Italica

Tag zwei: Auf den Spuren der Legio II Italica

Rafael Haslauer Rafael Haslauer, Tips Redaktion, 13.05.2018 08:38 Uhr

ENNS/ROM. Bei gutem, bewölkten Radwetter und 17 Grad starteten Kamptner und seine Freunde gestern um 9 Uhr in Narni. An diesem zweiten Tag der Radreise erspähte die Gruppe zur Mittagszeit schon von weitem die 30.000-Einwohner-Stadt Assisi. Der Ort wurde 399 vor Christi von den Römern kolonisiert und auf einem Felsrücken terrassenförmig angelegt. 

Hier wurde bekannter Weise Franz von Assisi, auch heiliger Franziskus genannt, um 1181/1182 geboren. Während der Anfahrt wurde darüber diskutiert, dass in Enns ebenfalls Franziskaner beheimatet sind. Die ersten Franziskaner kamen schon vor 1280 nach Enns. Während der Reformation mussten sie das Kloster verlassen, kehrten jedoch später wieder nach Enns zurück. 1784 wurde das Kloster aufgehoben. Später kamen aus der Tiroler Provinz wiederum Franziskaner nach Enns. „Somit hatten wir neben der geschichtlichen Verbindung aus der Römerzeit, einen weiteren Anknüpfungspunkt zwischen Assisi und Enns gefunden. Assisi hat einige geschichtsträchtige Personen, wie Klara von Assisi (Gründerin des Klarissen Ordens), Dono Doni, einen Maler sowie einige wichtige Weggefährten von Franz von Assisi, hervorgebracht“, so Kamptner.

Tagliatelle mit Trüffeln

Von der Südseite her näherte sich die „Legion“ der Stadt, die ein mittelalterliches Stadtbild zeigt, und machte sich sogleich auf die Suche nach „Santa Maria degli Angeli“ - die siebtgrößte Kirche der Welt. Weiter ging es, vorbei an der Basilika „Santa Chiara“, zum Marktplatz „Piazza del Colmune“. „Pünktlich um 12 Uhr, nach 87 Kilometern und 1100 Höhenmetern, angekommen, fanden wir auch gleich ein hervorragendes Restaurant, wo sich unser Feinschmecker Rupert, Tagliatelle mit schwarzen Trüffeln servieren ließ“, erzählt Kamptner.

Weltkulturerbe

Gut gestärkt ging es weiter in Richtung Anfiteatro Romano, hinauf zur Befestigungsanlage „Rocca Minore“, die hoch über Assisi thront. Richtung Westen, vorbei an der beindruckenden Pilgerstätte und UNESCO-Weltkulturerbe „Basilika San Francesco“ verließ die Radgruppe, die, mit vielen noch erhaltenen Gebäuden aus der Römerzeit, geschichtsträchtige Stadt Assisi.

Gubbio

„Um 16.30 Uhr erreichten wir Gubbio, das an den Hängen des Monte Ingino liegt“, so Kamptner. Gubbio war ein bedeutendes Zentrum der Umbrer an einer wichtigen Straße vom Tyrrhenischen Meer zur Adria. Bereits in vorrömischer Zeit prägten die Einwohner von Gubbio, damals Iguvium eigene Münzen. Iguvium war ein wichtiger Stützpunkt auf dem Weg von Rom nach Ravenna. Ein gemütlicher Spaziergang am Abend durch die engen Gassen der mittelalterlichen Altstadt lockerten die Beine, die immerhin 131 Kilometer und 1940 Höhenmeter in sich hatten.  Gemütlich ließen die „Legionäre“ den Abend ausklingen und genossen das Italienischen Flair dieser Stadt in vollen Zügen.

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