Aus Abfällen Schmuck machen

Aus „Abfällen“ Schmuck machen

Michaela Maurer Michaela Maurer, Tips Redaktion, 20.11.2014 08:00 Uhr

FREISTADT. Aus dem was andere als Abfall wegschmeißen, macht Carin Fürst kreativen und modernen Schmuck. Nachhaltigkeit hat besonders im Mühlviertel einen hohen Stellenwert.

Radschläuche, Brillengläser, Kugelschreiberkappen, Beilagscheiben, Nadelhülsen – all diese Materialien verarbeitet Fürst zu Ketten, Armbändern, Ohrringen und Ringen. „Als Architektin war ich oft auf Baustellen und habe gesehen, wieviel dort weggeworfen wird“, sagt Fürst. So hat sie angefangen die Materialien zu sammeln und diese sie zu kreativen Schmuckstücken zu verarbeiten. „Zuerst habe ich den Schmuck nur für mich selbst gemacht. Dann bin ich aber immer wieder auf meine Accessoires angesprochen worden und die Leute wollten wissen, woher ich diese Stücke habe.“ Da hat die mittlerweile pensionierte Architektin angefangen, den Schmuck auch für andere zu entwerfen. 2005 hat sie ihren Recycling-Schmuck erstmals auf der Blickfang Designmesse in Wien präsentiert. Mittlerweile bietet sie ihre Produkte auf Märkten und in ausgewählten Geschäften in Österreich und Deutschland an. „Es ist oft sehr interessant, wer sich für welches Stück entscheidet“, sagt Fürst. Mit Resten arbeiten Die Materialien für den Schmuck bekommt sie von Bekannten, Ärzten, aus Labors oder aus Restekisten von Firmen und Industriebetrieben. „Meine Bekannten trauen sich mittlerweile fast nichts mehr wegzuschmeißen“, sagt Fürst lachend. „Ich nehme die Materialien und probiere einfach aus, was man daraus machen kann.“ Mit einfachen Werkzeugen wie Zangen, Kleber, Schere und Nagellack bearbeitet Fürst die unterschiedlichen Materialien. „Es ist immer wieder eine neue Herausforderung und interessant was daraus wird. Es gibt so viele Möglichkeiten und endlose Varianten.“ Fürst fertigt die Accessoires auf Wunsch auch passend zu einer bestimmten Kleidung. „Manchmal kommt ein Kunde und will ein Schmuckstück passend zu einem Outfit. Oder ich bekomme den Auftrag Stücke zum Thema Weiße Nacht anzufertigen.“ „Das typisch Mühlviertlerische an meinem Tun ist das Wiederverwerten und Wiederverwenden. Schon bei meinen Eltern war es so, dass zuerst das wiederverwendet wurde, was schon da war. Alles wurde dreimal in die Hand genommen bevor etwas Neues gekauft wurde. Nachhaltigkeit war bei uns immer schon wichtig.“ Tips und Euregio suchen das typisch Mühlviertlerische – mitmachen kann man auf www.99sachen-muehlviertel.at
Artikel weiterempfehlen:

+ Jetzt verfassen

Kommentar verfassen






HLW-Literaturcafé wiederbelebt

HLW-Literaturcafé wiederbelebt

  Nach einigen Jahren wagte sich die HLW Freistadt wieder an ein Kulturprojekt, das in früheren Jahren recht erfolgreich gewesen war: Aus dem Plan, ein Literaturcafé nach dem ... weiterlesen »

Grippe-Hochsaison - und nur eine Hausarzt-Ordination für ganz Pregarten

Grippe-Hochsaison - und nur eine Hausarzt-Ordination für ganz Pregarten

PREGARTEN. Hochsaison haben Husten, Schnupfen, Grippe & Co. dieser Tage, entsprechend voll sind die Wartezimmer der Arztpraxen. Besonders angespannt ist die Lage in der Aiststadt: Derzeit steht für ... weiterlesen »

Waldschäden durch massive Schneelast

Waldschäden durch massive Schneelast

BEZIRK FREISTADT. Borkenkäfer, Sturm und jetzt auch noch Schäden durch die massive Schneelast – Waldbauern erleben gerade viele Tiefschläge. Hilfsmittel aus dem Katastrophenfonds sollen ... weiterlesen »

Lebenshilfe-Klienten sprechen für sich selbst

Lebenshilfe-Klienten sprechen für sich selbst

BEZIRK FREISTADT. In den Einrichtungen der Lebenshilfe im Bezirk Freistadt wurden die Interessenvertreter neu gewählt. Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung treten selbst für ihre ... weiterlesen »

Nachwuchs-Skisportler zeigten bei mehreren Rennen ihr Können

Nachwuchs-Skisportler zeigten bei mehreren Rennen ihr Können

BEZIRK FREISTADT. Nachdem sich nun endlich die Schneesituation beruhigt hat, konnten die ersten Landescup-Skirennen durchgeführt werden. weiterlesen »

Faustball: Freistadt startet mit zwei Siegen in das neue Jahr

Faustball: Freistadt startet mit zwei Siegen in das neue Jahr

FREISTADT. Jean Andrioli und Co. können sich weiter in den Top drei behaupten und besiegen sowohl Münzbach als auch Laakirchen mit 3:0. weiterlesen »

Update: Faustschlag-Affäre: Pregartens Stadtparteiobmann Prückl tritt zurück

Update: Faustschlag-Affäre: Pregartens Stadtparteiobmann Prückl tritt zurück

PREGARTEN. Ausgeforscht hat die Polizei jenen Fahrzeuglenker, der auf den Stinkefinger eines Mofalenkers mit einem Faustschlag reagiert hatte. Es handelt sich dabei um den Pregartner FPÖ-Stadtparteiobmann ... weiterlesen »

Jahrhundertprojekt: Neues Logistikzentrum für Brauerei

"Jahrhundertprojekt": Neues Logistikzentrum für Brauerei

FREISTADT. So gut wie das alte Jahr aufgehört hat, so gut fängt auch das neue Jahr für die Braucommune an: zum 250. Geburtstag im nächsten Jahr wird ein neues Logistikzentrum entstehen. ... weiterlesen »


Wir trauern