Neujahrsempfang in Freistadt: Ausblicke, Ehrungen und eine Bürgermeisterin zum Aufkleben

Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 12.01.2018 10:53 Uhr

FREISTADT. Tradition hat er bereits, der Sauschädelschmaus, zu dem die Stadtgemeinde in den ersten Tagen des neuen Jahres einlädt. Neben einem Ausblick auf die Vorhaben aller Stadträte und von Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer (VP) für 2018 standen vor allem verdiente Freistädter im Rampenlicht. Und wer möchte, kann dem Stadtoberhaupt künftig eine kleben - und zwar in Form der beim Neujahrsempfang präsentierten Bürgermeisterinnen-Briefmarke.

Der Sauschädelschmaus hat also Tradition - und ebenso, dass die Freistädter, verstärkt durch eine kleine Delegation aus dem südböhmischen Kaplitz, den Festsaal des Salzhofes restlos füllten. Nach einem kurzen Gedenken an den im Dezember verstorbenen Stadtrat Andreas Schuh bat Moderator Christian Haubner Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer und die Mitglieder der Stadtregierung auf die Bühne. Sie gaben einen kurzen Ausblick darüber, was sich in der Bezirkshauptstadt 2018 tun wird.

Fast 8000 Freistädter

Bildung, Gemeindekooperationen und die Grüne Stadt - diese Schlagworte stellt Paruta-Teufer in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit im neuen Jahr. Die Bürgermeisterin kündigte mit großer Freude für Herbst 2018 die Eröffnung der UNESCO-Musikmittelschule an. Dem erfreulichen Bevölkerungszuwachs - Freistadt kratzt an der 8000 Einwohner-Marke - wird mit der Erweiterung des Kindergartens Sonnenhaus um eine weitere Gruppe Rechnung getragen. Für die Sanierung der Badeanlage forderte das Stadtoberhaupt einen Schulterschluss mit den Nachbargemeinden ein. „Außerdem werden wir einen Standesamtsverband im Stadtamt realisieren, die Park & Ride-Anlage im Süden der Stadt errichten und planen ein gemeindeübergreifendes Rad- und Fußwegenetz.“ Auch Maßnahmen, um Freistadt noch grüner („Green City“) zu machen, sind geplant.

Plädoyer für Citybus

Eine Lanze für den Erhalt des Freistädter Citybusses brach Verkehrsstadträtin Sonja Seifried (SP). „Wir haben im Herbst von der Kürzung der Förderung erfahren, was für Freistadt einen Mehraufwand von 28.000 Euro pro Jahr bedeutet. Die vielen Rückmeldungen von Fahrgästen bestätigen uns, dass viele auf den Bus angewiesen sind“, so Seifried. Eine Arbeitsgemeinschaft beschäftigt sich derzeit mit den Möglichkeiten, den Citybus vor der Einstellung zu bewahren.

Bauland, Wasser, Kultur

Schwerpunkte im Ressort von Baustadtrat Klaus Haunschmied (VP) sind die Schaffung neuer Parzellen für den Ein- und Mehrfamilienhausbau im Süden und Norden von Freistadt sowie die Errichtung neuer Eigentumswohnungen. Neo-Wirtschafts- und Tourismusstadtrat Clemens Poissl (VP) wird sich heuer verstärkt der Sicherung der Wasserversorgung für die Stadt widmen, während der verstärkten Förderung der Kultur und des Bekanntheitsgrades der Stadt das Hauptaugenmerk von Kulturstadtrat Klaus Elmecker (Grüne) gilt. „Wir sind nicht nur per Dekret Weltkulturerbe, wir sind es tatsächlich“, schwärmte der Architekt von seiner Heimatstadt, die er in seiner politischen Funktion  2017 in Helsinki und Straßburg einer begeisterten Öffentlichkeit vorstellen durfte.

Top-Vereine, herausforderndes Budget

Stolz auf die zahlreichen fleißigen Vereine in der Stadt zeigte sich Vizebürgermeister Christian Gratzl (SP), während sein VP-Pendant Christian Hennerbichler auf die Herausforderungen an das 17 Millionen Euro schwere Stadtbudget verwies.

Bürgermeisterin zum Sammeln, Kleben und Verschicken

Eine besondere Überraschung präsentierten Wolfgang Spitzer und Roland Jäger vom Postwertzeichensammlerring Freistadt beim Neujahrsempfang: Sie stellten eine Briefmarke mit dem Konterfei von Bürgermeisterin Paruta-Teufer mit einer Stadtansicht vor - das Stadtoberhaupt gibt es also künftig auch zum Sammeln, Aufkleben und Verschicken.

Ehrungen und Auszeichnungen

Wie immer bot der Neujahrempfang schließlich auch den feierlichen Rahmen, um besonders verdiente Freistädter vor den Vorhang zu holen. Den Verdienstring der Stadtgemeinde erhielt Taekwondo-Urgestein Martin Edlbauer. Einen Ring überreichten die Vorstandsmitglieder des Stadtmarketing-Vereins Pro Freistadt ihrer scheidenden „Grande Dame“ Elfi Wippl. Und auch für Mediziner Gerhard Doppler und Apotheker Peter Fischer, die langjährigen und sehr umtriebigen und erfolgreichen Leiter des Arbeitskreises Gesunde Gemeinde gab es eine Ehrung, überreicht von ihrer Nachfolgerin Eva Würl-Scharizer.

Stadtsiegel für Pöschko

Für einen der Väter einer besonderen Erfolgsgeschichte, nämlich jener der Braucommune Freistadt, gab es eine besondere Auszeichnung: Bürgermeisterin Paruta-Teufer und Braucommune-Vorstand Mike Raffaseder überreichten Ewald Pöschko für seine 30-jährige Tätigkeit als Geschäftsführer der Braucommune das Stadtsiegel. „Ewald Pöschko hat aus einem wirtschaftlich eher schwächelnden Betrieb ein florierendes Unternehmen gemacht, das ich zugleich als die schönste Brauerei Österreichs, wenn nicht sogar Europas, bezeichnen möchte“, sagte Raffaseder in seiner Laudatio.

Zeit für den Schmaus

Ausklang und zugleich Höhepunkt des Neujahrsempfangs war schließlich der Sauschädelschmaus. Herta Hirsch und ihr Team von der Freistädter Schulküche servierten wieder ein optisch (für die Bühne) und kulinarisch (für das Publikum) gelungenes Mahl.

 

Alle Fotos vom Neujahrsemfpang gibt es in der Tips-Bildergalerie!

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