32 Jahre Tschernobyl: Totenstille und verlassene Kinderzimmer

32 Jahre Tschernobyl: Totenstille und verlassene Kinderzimmer

Regina Wiesinger Regina Wiesinger, Tips Redaktion, 06.11.2018 07:42 Uhr

FREISTADT. Eine spannende, aber auch berührende Reise haben sechs Männer aus dem Bezirk gewagt: Zwei Tage haben sie im verlassenen Tschernobyl verbracht.

Vor 32 Jahren erschütterte das Atom-Unglück von Tschernobyl die Welt. Auch hierzulande waren die Auswirkungen des Super-GAU zu spüren. Viele können sich noch genau erinnern, was sie an dem Tag der schrecklichen Nachricht gemacht haben.Was sich aber in der Stadt in unmittelbarer Nähe zum AKW selbst zugetragen hat, kann man nur erahnen.

Einblick in die Geschichte

Sechs Männer aus dem Bezirk (Christian Wiesinger, Siegfried Moser, Thomas Moser, Matthias Hinum, Mario Punkenhofr und Wolfgang Silber) wollten in diese Geschichte einauchen und machten sich auf die Reise in die Ukraine. Mit einer deutschsprachigen Führung erkundeten sie die Stadt Prypjat, besuchten den Kühlturm und den Sarkophag – die Gebäudehülle, die über das noch immer stark strahlende Atomkraftwerk gebaut wurde. „Haarsträubend waren für mich vor allem die verlassenen Zimmer im Kindergarten. Da liegen die Puppen und Schreib- beziehungsweise Zeichenutensilien noch so wie vor 32 Jahren herum, als alle innerhalb von drei Stunden evakuiert werden mussten“, schildert einer der Teilnehmer, Christian Wiesinger aus Freistadt, seine Eindrücke. 

Stadt neu erbaut

Die Erlebnisse der zwei Tage gingen allen Reisenden sehr nahe. „Zum Teil noch halbvolle Einkaufswagen stehen im ehemaligen großen Einkaufszentrum herum. In den Wohnungen wurden sämtliche Einrichtung kaputt gemacht, um Plünderen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Kleidung und Essen wurde verbrannt, um keine Ratten in die Stadt zu locken.“ Die Stadt Prypjat wurde 1970 nur für die Arbeiter von Tschernobyl gebaut und wurde am 27. April innerhalb von drei Stunden evakuiert, dafür wurde rund 50 Kilometer Luftlinie die Stadt Slawutytsch neu aufgebaut.

Fotovortrag

Die Reisenden haben geplant, zum 33. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe eine Fotoshow von ihren Eindrücken zu veranstalten.

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