„Jugendliche rauchen jetzt generell deutlich weniger“
 

„Jugendliche rauchen jetzt generell deutlich weniger“

Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 11.02.2019 14:10 Uhr

BEZIRK FREISTADT. Während man vor zehn, zwanzig Jahren vor Schulen noch zahlreiche qualmende Grüppchen vorfand, hat sich das Bild inzwischen drastisch verändert. Generell raucht die Jugend von heute deutlich weniger. Das neue Jugendschutzgesetz, welches Rauchen unter 18 Jahren verbietet, wird daher auch im Bezirk gelassen hingenommen.

Seit 1. Februar 2019 ist das neue Jugendschutzgesetz in Kraft. Seither gilt auch in Oberösterreich: Rauchen ist erst ab 18 erlaubt. Bereits seit 1. Jänner werden Tabakwaren in Trafiken und Lokalen nur an über 18-Jährige verkauft. Dazu zählen Zigaretten, Shishas, E-Shishas und E-Zigaretten und die dafür notwendigen Stoffe, die als Tabakersatz oder -zusatz zur Verbrennung oder Verdampfung dienen. Auch alle Automaten wurden bereits mit Jahresbeginn umgerüstet.

„Bei uns wird jetzt jeder junge Kunde nach dem Ausweis gefragt. Natürlich ist das mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Am Anfang waren viele Jugendliche überrascht, weil sie die neue Regelung noch nicht kannten, aber inzwischen hat sich das schon verbreitet“, weiß der Freistädter Trafikant Harald Weixelbaumer.

Testkäufer unterwegs

Regelmäßig sind junge Testkäufer unterwegs, um zu überprüfen, ob sich die Geschäfte auch an die neue Regelung halten. „Das kann auch passieren, dass das Leute sind, die man schon länger kennt, deshalb würde ich allen Kollegen empfehlen, das ernst zu nehmen.“

Rauchen am Schulgelände strengstens verboten

An Schulen ist ohnehin seit vergangenem Jahr das Rauchen auf dem gesamten Gelände verboten. Die Einhaltung funktioniert gut, dafür haben die Schulleiter und Pädagogen zu sorgen. „Eigentlich gibt es da gar nichts mehr. Manche rauchen gegenüber an der Straße noch eine, das ist ja nicht verboten“, wird beim Tips-Lokalaugenschein am BORG Perg, welches zahlreiche Schüler aus dem Bezirk besuchen, verraten.

Polizei: „Wir fragen nicht jeden, der wo raucht, wie alt er ist“

Für die Polizei im Bezirk hat sich durch die Gesetzesänderung nicht viel geändert. „Natürlich gibt es im Regeldienst Kontrollen, wenn jemand auffällt, der jünger sein könnte. Aber wir gehen jetzt auch in einer Disco nicht her und fragen jeden, der in einer Ecke steht und raucht, wie alt er ist“, so Christian Brunner vom Bezirkspolizeikommando.

„Die Tendenz zeigt generell, dass die Jugendlichen jetzt deutlich weniger rauchen als noch vor zehn Jahren“, weiß auch Rainer Traxler, Chef der Discothek Schlag in Grünbach. Zigaretten bekommt unter 18 keiner, was die Leute tun könne er aber nicht überprüfen.

„Neues Gesetz wird gut angenommen“

„Die Wirte sind guter Dinge und auch so habe ich das Gefühl, dass das neue Gesetz gut angenommen wird. Man darf da auch auf die Selbstverantwortung der Jugendlichen vertrauen“, zeigt sich JVP-Bezirksobfrau Johanna Jachs zuversichtlich. Dass man nicht alles kontrollieren kann und sich natürlich jeder Jugendliche auch von älteren Freunden Tabakwaren besorgen lassen kann, diese Möglichkeit wird ohnehin bleiben.

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